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Poesie-Meisterschaft als Höhepunkt der Literaturtage

Acht Teilnehmer und ein Opferlamm beim heurigen „Grand Slam“ im Feldkircher Theater am Saumarkt, moderiert von Steffen Brinkmann und Tom Astleitner.
Acht Teilnehmer und ein Opferlamm beim heurigen „Grand Slam“ im Feldkircher Theater am Saumarkt, moderiert von Steffen Brinkmann und Tom Astleitner. ©Emir T. Uysal
„Grand Slam“ kürte den besten Poeten vergangener Ländle-Slam-Veranstaltungen.
Grand Slam im TaS (2017)

Feldkirch Die Krönung des Ländle-Slam-Jahrs ist der „Grand Slam“ im Theater am Saumarkt. Bei den Poesie-Wettstreiten der Organisatoren Tom Astleitner oder Steffen Brinkmann (Rauchzeichen und Jam on Poetry) konnten sich die jeweiligen Sieger für diese finale Schlacht im Rahmen des „feldkircher lyrikpreisfestivals 2017“ qualifizieren. Folglich ein Riesenandrang am Mühletorplatz. Erstmals wurde diese Veranstaltung live gestreamt.

Authentisch, echt und tiefsinnig
Den Auftakt machte Mario Amann als Opferlamm. Mit seiner erfundenen Kunstfigur „Kuriosi Famosi“ hatte er den Tod aufs Kreuz gelegt und sich eine reiche Frau geangelt. Seine 24 Punkte galten fortan als Eichwertung für weitere Poeten. Danach betrat Newcomerin Ines Strohmaier die Bühne. Sie philosophierte über den Generationenkonflikt mit vielen gesellschaftskritischen Aspekten. Ivica Mijajlovic „wachte auf“. Neben ihm eine Flasche Rum. In seinem Text zog er als Beziehungsberater die aktuelle politische Lage gekonnt durch den Kakao. Till Tölpel aus Berlin stellte seine „Einfalt GmbH“ vor, die sich unter anderem für einheitliche Religionen und ihre „heilige Einfaltigkeit“ einsetzt.

Über Sexismus und Festivals
Peter Fitz
leidet an „Laberomernie“, behandelt Sprache als Droge und spickte seinen Text mit Wortwitzen. Sara Bonetti fluchte über den Mann im Mond. Er sei nicht nur ein Spanner, sondern ein pädophiler Spanner, der Babys beim Schlafen zusieht. Mucksmäuschenstill wurde der Saal bei Teresia Gröchenig. Sie schüttete ihr Herz aus und fasste Sexismus aus ihrer Erfahrung in eigene Worte. J-Man (Michael-Johannes Weigel) erzählte von einer tierischen Liebesgeschichte und Dario Sieber von Festival-Running-Gags. Ins Finale zogen Strohmaier und Tölpel. Am Ende überzeugte Strohmaier mit ihrem Text zum Thema „Wo ich mich Zuhause fühle“. ETU

 

Weitere Termine im November:

Visite – Poesie trifft Medizin | Freitag, 17. November, 20 Uhr, im Alten Hallenbad Feldkirch

Kampf der Dichter | Freitag, 24. November, 20 Uhr, im Spielboden Dornbirn

Wort Drauf Slam | Samstag, 25. November, 19 Uhr, im Stadel Höchst

Spinnerei Slam | Donnerstag, 30. November, 20.30 Uhr, in der Spinnerei Hard

 

Videoausschnitte von Dario Sieber, Ines Strohmaier, Sara Bonetti und Till Tölpel:

 

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