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Platz drei für Muster

Thomas Muster hat am Samstag in seinem insgesamt vierten Match im Rahmen der CA-Challenge bei der Seniors-Champions- Tour den dritten Erfolg gefeiert.

Der 35-jährige Steirer rang am Samstag in Graz-Seiersberg im Spiel um Platz drei den Deutschen Michael Stich nach 1:15 Stunden 4:6,6:4,10:7 nieder. Das Finale bestritten im Anschluss Mats Wilander (SWE) und Boris Becker (GER).

Muster, der innerhalb von sechs Monaten 22 kg abgespeckt und seinen Körper wieder in Topform gebracht hatte, hatte allen Grund ein positives Resumee zu ziehen: „Es war eine Traumwoche. Es hat sich ausgezahlt, die sieben Monate Arbeit haben sich ausgezahlt.“

Der frühere Weltranglisten-Erste stand gegen Stich schon vor der Niederlage, lag er doch im dritten Satz, dem Champions-Tiebreak schon 0:4, 1:5 und 2:6 zurück. Nach einer kuriosen Situation, als Stich ein drittes Mal aufgeschlagen und auf 8:4 gestellt hatte, wurde dem Deutschen der Punkt wieder aberkannt und Muster ließ seinem Gegenüber nun keinen Punkt mehr. Die anstrengenden Monate und Wochen haben bei Muster durchaus Spuren hinterlassen, wie er nachher zugab: „Ich war heute auch schon kräftemäßig angeschlagen, weil ich im Vorfeld sehr viel gearbeitet habe.“

Natürlich konzentrierten sich die Fragen nach der weiteren Zukunft des 44-fachen Turniersiegers. „Ich habe jetzt eine kleine Pause verdient nach diesen Monaten. Es ist noch offen, ob ich in Holland spielen werde, weil dort Jim Courier ausgefallen ist“, verriet Muster. „Vielleicht gibt es in diesem Jahr noch ein, zwei Einsätze.“ Dies könnte in Eindhoven (2.-5.10.) und eventuell auch in London (2.-7.12.) sein.

Ob er tatsächlich auch auf die ATP-Tour zurückkehrt, ließ der Leibnitzer freilich offen. „Mit dieser Entscheidung lasse ich mir noch ein paar Monate Zeit. Was in den vergangenen sechs Monaten passiert ist, war sehr viel für mich. Ich hoffe, dass es so weiter geht.“ Eine Rückkehr wird sich Muster aber gut überlegen. „Man muss schauen, was drin ist und realistisch bleiben.“

Zumindest im Seniorenbereich wird Muster der Tennis-Szene aber wohl erhalten bleiben, diesen Eindruck erweckte der Steirer. Im Rückblick erinnerte sich der French-Open-Sieger 1995 besonders gerne an seinen ersten Auftritt gegen Henri Leconte. „Der Auftakt war sehr berührend, als ich nach vier Jahren Pause wieder auf einen Center Court gegangen bin. Dafür leben Künstler, Spieler und Entertainer. Und als das fühle ich mich auch ein bisschen.“

Auch Turnierboss Herwig Straka zog schon vor dem Endspiel eine überaus zufriedene Bilanz. „Wir haben heuer dank dem Thomas 5.000 Besucher mehr gehabt. Das Comeback von Muster hat voll eingeschlagen.“ Steigerungsmöglichkeiten für 2004 sieht er dennoch. Er hofft, dass der angekündigte Einstieg von Stefan Edberg und Jim Courier Realität wird, und: „Vielleicht haben wir Thomas Muster nächstes Jahr ja im Finale.“

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