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Pfeifer plant international große Sprünge

Viktor Pfeifer arbeitet in den USA an seinem internationalen Comeback und tritt am 29. November bei der Eisgala in Dornbirn auf.

Sein Ziel ist die Weltspitze. Die vergangenen zwei Jahre waren geprägt von Krisen und Leistungstiefs. Nur langsam und mit viel Mühe arbeitet sich Viktor Pfeifer wieder zurück auf die internationale Eiskunstbühne. “Es war sicher eine schwere Zeit”, sagt er selbst über seine Übersiedlung in die USA 2007. “Ich war zuerst nur auf mich allein gestellt und befand mich in einer mentalen und physischen Krise.” Außerdem hatte Pfeifer sich mit dem Österreichischen Eiskunstlaufverband (ÖEKV) verkracht und zog sogar einen Wechsel der Staatsbürgerschaft in Betracht. Davon sieht der Frastanzer jetzt jedoch ab und versichert mit dem Verband sei alles geregelt, er starte wieder für Österreich. Dass Pfeifer immer noch sehr stark mit seiner Heimat Vorarlberg verbunden ist, unterstreicht sein Auftritt bei der Eisgala am kommenden Samstag ab 19.30 Uhr im Dornbirner Messestadion.

“Potenzial in mir”

Trotz aller Schwierigkeiten, bereut Pfeifer seine Übersiedlung in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht. “Ich habe meine jetzige Trainerin Priscilla Hill getroffen und unsere Zusammenarbeit ist sehr harmonisch.” Der Trainerwechsel hat dem 21-Jährigen die sportliche Motivation verpasst. “Seit dem verbessere ich mich jeden Tag und ich weiß, in mir steckt noch mehr Potenzial.” Gezeigt was in ihm steckt, hat Viktor Pfeifer schon zwei Mal in diesem Herbst: Zu seiner persönlichen Bestleistung von 165,98 Punkten schaffte er es bei der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf. Pfeifer weiß, wie er dieses Ergebnis einzuordnen hat: “Ich kann mit Stolz sagen: Ich habe mein Comeback geschafft.”

Ziel 2009: EM und WM

Doch bis Pfeifer wieder in höheren Kategorien tanzt, liegen noch viele Stunden Training vor ihm. Den Grundstein für eine erfolgreiche Teilnahme an der Europa- und Weltmeisterschaft habe er schon gelegt: Die Sprünge vierfacher Toeloop und dreifacher Axel stehen ganz oben auf seinem Trainingsplan. Sein nächstes Ziel ist die Staatsmeisterschaft in Linz im Dezember.

Während seines Tiefpunktes hat Pfeifer viel Zeit verloren. “Zwischen 19 und 21 Jahren sammelt man wichtige Erfahrungen, dieser Teil fehlt mir jetzt”, gibt er zu. Seine damalige Trainerin hat den Schwerpunkt auf das Eistanzen gelegt, deshalb hat der Vorarlberger Nachholbedarf, was die Sprünge angeht. Zurzeit trainiert er jeden Tag zwischen zehn und halb vier. Davor und danach widmet er sich seinem Studium: Business an der University of Delaware. “Das ist auch ein Vorteil an den USA. In Österreich wäre ein Halbtagsstudium neben dem Trainingsalltag nur in Wien möglich gewesen”, erzählt der Olympia-Teilnehmer von 2006. Zudem verdient er sich nebenher noch Geld – als Eiskunstlauftrainer natürlich. Die Tage des Eiskunstläufers sind lang. Die Motivation dafür zieht er aus seinem Traum, zur Weltspitze zu gehören.

 

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