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Pfarrkirche Nenzing: Was ist da unter dem Chor?

Experten vor Ort in der Nenzinger Unterkirche: Laura Holzer, Rudi Hinterwaldner, Andreas Pirker und Guido Faccani.
Experten vor Ort in der Nenzinger Unterkirche: Laura Holzer, Rudi Hinterwaldner, Andreas Pirker und Guido Faccani. ©Elke Kager Meyer
Darauf ist die Nenzinger Bevölkerung zurecht stolz: Unter dem sogenannten „Chor“ der Pfarrkirche zum heiligen Mauritius sind Reste der ältesten Kirche Vorarlbergs zu finden.

Im Zuge der Kirchenrenovierung in den Jahren 1982 und 1984 untersuchte der Archäologe Wilhelm Sydow den Chorbereich und entdeckte Mauerreste, die bis ins fünfte Jahrhundert zurückreichten. Schon vor über 1.400 Jahren stand also auf dem Boden des jetzigen Gotteshauses die erste Kirche. Eine Sensation, die damals für viel Interessen in Historikerkreisen sorgte.

Baureste neu vermessen

Guido Faccani, seines Zeichens Experte für Kirchenarchäologie hatte nun gemeinsam mit Archäologin und Kunsthistorikerin Laura Holzer in den Sommermonaten die Baureste gereinigt und neu vermessen. Dadurch konnten 40 Jahre nach der ersten Grabung weitere archäologische Beobachtungen gemacht werden. Diese betreffen nicht nur die Ursprungsphase der Kirche im Frühmittelalter, sondern auch die Epochen danach. Und für die Romanik, das 12. Jahrhundert, kam sogar ein unbekanntes Bauwerk wieder ans Tageslicht. Im Rahmen eines Vortrags am Mittwoch, 14. November, um 20 Uhr geben die beiden Historiker Einblick in die Arbeit in der Pfarrkirche. Der Eintritt ist frei.

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