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Pfarrer Jürgen Schäfer fühlt sich gemobbt

Feldkirch -  Der in Wartestand versetzte Evangelische Pfarrer Jürgen Schäfer aus Feldkirch sieht sich mit Mobbing und Intrigen konfrontiert. VOL Live besuchte Schäfer in Feldkirch und sprach mit ihm über den Grund seiner Suspendierung und wie es nun weiter gehen wird.
Pfarrer Schäfer im VOL Live-Interview
Kirche setzt Pfarrer ab

Der Personalsenat des Oberkirchenrates der evangelischen Kirche Helvetischen Bekenntnisses hat den Feldkircher Pfarrer Jürgen Schäfer in den Wartestand versetzt. „Damit ist er nicht mehr Pfarrer von Feldkirch“, betont Landessuperintendent Thomas Hennefeld auf VN-Anfrage, „bleibt aber noch zwei Jahre im Dienstverhältnis.“

Schäfers Bezüge werden auf 80 Prozent gekürzt. Bei der Dienstwohnung, die er laut Kirchenrecht innerhalb von drei Monaten räumen müsste, „werden wir uns großzügig zeigen“. Die Kirchenleitung will so einen monatelangen Konflikt beenden und „den Weg freimachen für einen Neuanfang“. Feldkirchs Protestanten haben seit 1908 eine eigenständige Gemeinde. Die kleine Pauluskirche steht seit 1965 an der Stadteinfahrt. Evangelisch gepredigt wurde in der Montfortstadt bereits 1520.

Pfarrer Schäfer bereits suspendiert

Die kleine Pfarrgemeinde leidet lange schon unter offenbar unüberbrückbaren Zerwürfnissen zwischen Pfarrer und Gemeindeleitung. Dienstagabend traf sich die Gemeindevertretung im Rankweiler Gasthof Mohren. Hennefeld hatte ihr einen Brief zur Verlesung geschickt. Darin betont er, dass Pfarrer Schäfer weder Rede-noch Stimmrecht habe. „Im September 2010 wurde Pfarrer Schäfer suspendiert“, so Hennefeld. Eine solche Suspendierung endet aber nach sechs Monaten. Weil sich die kircheninternen Verfahren länger hinzogen, kehrte Schäfer am 1. März wieder in sein Amt zurück. „Das hat die Gemeinde ziemlich verwirrt.“

 

Das kircheninterne Verfahren hätte Hennefeld nach eigenen Worten leider nicht beschleunigen können. „Das sind alles ehrenamtliche Personen.“ Die an einen Tisch zu kriegen, sei schwer genug. Zu den Vorwürfen gegen Pfarrer Schäfer sagte Hennefeld nur so viel: „Da hat sich eine Menge angesammelt.“ Er, Hennefeld, habe noch nie Vergleichbares erlebt. Pfarrer Jürgen Schäfer verschickte gestern einen Aktenvermerk.

Darin wirft er der Vikarin Barbara Wedam, die ihn im Amt vertreten hat, Verunglimpfungen vor. Die Konfirmanden seien auf seiner Seite. Mindestens sieben Eltern würden aus der Kirche austreten und die Konfirmanden in schwarzer Trauerkleidung zum Gottesdienst erscheinen, wenn nicht er zu Pfingsten die Konfirmation durchführen dürfe. Der Oberkirchenrat hat entschieden, dass die Bludenzer Pfarrerin Eva Maria Franke als Administratorin Schäfers Amtsgeschäfte übernimmt.

Video: Pfarrer Schäfer im VOL Live-Interview

(VOL Live/VN)

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