Pfannberger weiter in Gelb

Christian Pfannberger hat die erste Prüfung als Führender der Österreich-Radrundfahrt bestanden. Der 26-Jährige verteidigte am Donnerstag das Gelbe Trikot auf der Etappe über den Großglockner souverän.

Den Tagessieg sicherte sich der Belgier Pieter Ghyllebert vor dem Ukrainer Rusland Pidgornij und dem Italiener Vincenzo Nibali. Der Titel des “Glocknerkönigs” ging erstmals seit 1993 wieder an einen Österreicher. 13 Jahre nach Dietmar Hauer entschied Bernhard Kohl die Bergwertung beim Fuschertörl für sich. Dem österreichischen Meister fehlen in der Gesamtwertung als Siebentem 2:38 Minuten auf Pfannberger.

Der härteste Konkurrent des Steirers um den Gesamtsieg bei der 58. Österreich-Rundfahrt dürfte am Samstag im Zeitfahren wie erwartet Topfavorit Tom Danielson werden, der 56 Sekunden auf Pfannberger aufholen muss. Der US-Amerikaner klassierte sich in Prägraten zeitgleich mit dem Leader 57 Sekunden hinter Etappensieger Ghyllebert. Gerhard Trampusch und Thomas Rohregger liegen als Vierter bzw. Fünfter im Kampf um einen Podestplatz am Sonntag in Wien ebenfalls noch gut im Rennen.

Pfannbergers Elk-Team hatte die vierte von sieben Etappen kontrolliert. “Besser kann es nicht laufen, die Arbeit war fantastisch”, meinte der 26-Jährige, der zuletzt wie sein gesamtes Team an Magen- und in weiterer Folge Kreislaufproblemen gelitten hatte. “In der Früh habe ich mir noch gedacht, dass ich diese Etappe nicht überlebe. Im Endeffekt ist es aber sogar fast noch besser gelaufen als am Mittwoch (Anm.: am kitzbühler Horn). An den Gesamtsieg denke ich aber noch nicht”, versicherte Pfannberger, der die Attacke von Kohl auf dem Glockner nicht gekontert hatte.

Der T-Mobile-Profi hatte sich fünf Kilometer vor der Bergwertung von der Spitzengruppe abgesetzt und bis zum Fuschertörl rund 50 Sekunden Vorsprung auf die von Rohregger angeführten Verfolger herausgefahren. Auf den Aufstieg des Glocknerkönigs folgte aber auf der Abfahrt dessen Fall. Kohl stürzte auf der rasanten Abfahrt vom 2.575 Meter hohen “Dach der Tour”, kam aber glimpflich davon. Auf dem Bergabstück vom Hochtor ergriff der erst 21-jährige Nibali solo die Flucht, wurde aber nach 90 Kilometern und einem ansteigenden Schlussteil nach Prägraten von Ghyllebert und dem in der Gesamtwertung auf Platz drei liegenden Pidgornij überholt.

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