Peya/Soares im Masters-Halbfinale ausgeschieden

Höhenflug gestoppt
Höhenflug gestoppt
Der Traum vom Masters-Titel beim ATP-Saisonabschluss der acht besten Doppelteams ist für Alexander Peya/Bruno Soares zumindest für dieses Jahr geplatzt. Das als Nummer zwei gesetzte österreichisch-brasilianische Duo musste sich am Sonntagabend im Halbfinale in der O2-Arena von London den topgesetzten US-Zwillingen Bob und Mike Bryan nach 1:25 Stunden mit 6:4,4:6,8:10 geschlagen geben.


“Natürlich sind wir enttäuscht, wir hätten uns den Sieg verdient gehabt. Wir haben ein richtig gutes Match gespielt, waren im Champions Tiebreak dann die etwas Unglücklicheren”, resümierte Peya in der Mixed-Zone der O2-Arena. “Es waren ein, zwei Punkte, die mehr für sie gelaufen sind und so etwas entscheidet dann so ein enges Match.”

Dabei hatte es für Peya/Soares zunächst gut begonnen. Nach zwei abgewehrten Breakbällen im Auftaktgame ging es bis zum 5:4 mit dem Aufschlag, ehe Peya nach sehenswertem Returnspiel den Satzball zum 6:4 nach 35 Minuten nützte. “Wir haben uns gut gefühlt, und haben von Beginn an gut returniert”, sagte Peya.

Allerdings war es auch Peya, der im dritten Spiel des zweiten Durchgangs nach einem Doppelfehler zum 30:40 seinen Aufschlag abgeben musste. Dies war im zweiten Durchgang letztlich die Vorentscheidung. Die Bryans waren in diesem Durchgang beim Service nicht zu knacken und gewannen beim ersten Aufschlag 95 Prozent der Punkte.

“Sie haben sie uns irgendwie den Rhythmus genommen, weil sie im zweiten Satz unglaublich aufgeschlagen haben, fast nur noch erste Aufschläge serviert. Trotzdem hatten wir unsere Chancen.”

Das Halbfinale musste daher also ins Match-Tiebreak. Und auch da sah es zunächst nach dem zweiten Sieg des 33-jährigen Wieners und des 31-jährigen Brasilianers über die US-Zwillinge nach dem Valencia-Endspiel Ende Oktober aus. 4:1 bzw. 5:3 führten Peya/Soares schon, und waren bei 8:8 nur zwei Punkte vom Sieg entfernt. Peya: “Wenn ich da den Volley 20 cm kürzer spiele, ist der Punkt vorbei.” Doch der erste Matchball gehört dann den Bryan-Brüdern, die diesen auch gleich verwerteten.

“Es ist natürlich jetzt sehr bitter, mit so einer Niederlage in den Urlaub zu fahren”, erklärte Peya. Während Bryan/Bryan am Montag gegen die Spanier David Marrero/Fernando Verdasco um ihren insgesamt 12. Saison-Titel kämpfen, treten Peya/Soares mit gemeinsam 125.000 US-Dollar (93.068,28 Euro) Preisgeld die Heimreise an.

Doch der Wiener fand auch schnell wieder die richtigen Relationen: “Natürlich ist es nach dem Match bitter, aber wir können stolz auf uns sein. Das Jahr ist sensationell für uns gelaufen, das ist keine Selbstverständlichkeit. Das war mit weitem Abstand unser bestes Jahr unserer Karriere”, sagte Österreichs derzeit mit Abstand bester Doppelspieler. “Es war ein würdiger Abschluss, aber wir hätten uns natürlich gewünscht, dass wir morgen noch einmal rausgehen dürften in die O2-Arena. Es sollte nicht sein, aber wir werden im nächsten Jahr alles versuchen, uns wieder zu qualifizieren.”

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Tennis
  • Peya/Soares im Masters-Halbfinale ausgeschieden
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen