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Peya eröffnet Daviscup

Keine Überraschungen gab es am Donnerstag bei der Auslosung für das Erstrunden-Spiel der Daviscup-Weltgruppe zwischen Australien und Österreich in Sydney. Peya eröffnet den Länderkampf gegen Hewitt.

Thomas Muster nominierte neben Jürgen Melzer den Wiener Alexander Peya, John Fitzgerald bot neben Lleyton Hewitt Scottsdale-Sieger Wayne Arthurs auf. Peya eröffnet am Freitag (11:00 Ortszeit/01:00 MEZ) gegen den Weltranglisten-Zweiten Hewitt, im Anschluss daran trifft Melzer auf Arthurs.

„Ich gebe Alex gute Chancen, wenn er sein Spiel durchziehen kann. Er hat durchaus Möglichkeiten, Hewitt wehzutun“, hofft ÖTV-Daviscup-Kapitän Thomas Muster auf die Qualitäten des 24-jährigen Wieners. Peya selbst wusste freilich, dass er Außenseiter ist. „Dass ich nicht Favorit bin, weiß jeder. Aber es ist immer eine kleine Chance da, davon lebt der Sport. Es gibt immer wieder Überraschungen. Ich werde mein Leben auf dem Platz lassen“, versprach Peya Kampfgeist bis zum Umfallen.

„Ich hoffe, dass ich uns mit 1:0 in Front bringen kann und damit auch für Melzer viel Druck erzeugen kann. Das Spiel gegen Arthurs wäre für Melzer dann ein Muss-Sieg“, sagte Lleyton Hewitt, der mit 25:5-Einzelsiegen bereits australischer Daviscup-Rekordmann ist. Er kennt Peya nicht so gut, schätzte diesen allerdings um einiges stärker ein als Julian Knowle, dem er 2002 in der dritten Wimbledon-Runde nur sechs Games überlassen hatte.

Muster sieht einen kleinen Vorteil für Peya, weil Hewitt ein paar Wochen nicht gespielt hat. „Nach so einer Pause ist das erste Match immer schwierig“, so der Steirer. Peya habe sich im Training zuletzt sehr gesteigert, Julian Knowle sei der Spieler, der am Samstag das Doppel führen soll, begründete er seine Entscheidung für den Wiener als zweiten Einzelmann.

Im Anschluss daran trifft Melzer auf Arthurs, dem er vor einigen Wochen in Memphis knapp zwei Mal im Tiebreak unterlegen ist. „Das kann man nicht vergleichen“, stellte Melzer fest. „Hier ist ein anderer Belag, eine andere Atmosphäre und es wird im Freien gespielt.“ Viel wird auch davon abhängen, wie konstant Arthurs seine stärkste Waffe, den Aufschlag, wird einsetzen können. Arthurs schätzte Melzer als „leichten Favoriten“ ein, strotzt aber nach seinem ersten Turniersieg in Scottsdale am vergangenen Sonntag vor Selbstvertrauen. „Wenn du ein Turnier gewinnst, dann ändert das deine Einstellung. Ich habe jetzt schon viel mehr Selbstvertrauen.“

Die Partie Melzer-Arthurs wird für die Österreicher die Schlüsselpartie werden, wenn man davon ausgeht, dass sich Favorit Hewitt im Duell der Nummer zwei mit der Nummer 144 der Welt durchsetzt. Melzer fühlt sich nach seiner überstandenen Knöchelverletzung wieder topfit und hofft auf die Sensation in Sydney. „Natürlich sind die Australier Favoriten, sie haben mit Hewitt einen Mann, der in jedem Match Favorit ist. Aber ich hoffe auf ein 3:2 für uns.“

Bei den Australiern wurde übrigens der vierte Mann ausgetauscht. Kapitän John Fitzgerald entschied sich für Chris Guccione an Stelle von Scott Draper. „Wir haben unsere Gründe“, wollte er nicht näher darauf eingehen. Für das Doppel am Samstag nominierten die Teams vorerst Arthurs/Todd Woodbridge bzw. Julian Knowle/Peya, dies kann sich kurzfristig aber noch ändern. „Woodie ist auf Rasen noch um eine Klasse stärker als alle anderen“, weiß Knowle. Er hofft vor allem, dass der hin und wieder unkonstante Arthurs angreifbar ist.

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