Petition gegen Notenzwang: 12.030 Unterschriften an Landtag übergeben

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Die Unterschriftensammlung gegen den Notenzwang an Schulen wurde am Montag an Landtagspräsident Harald Sonderegger übergeben. VOL.AT war vor Ort im Landhaus.
Notenzwang: Petition übergeben
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Notenzwang-Petition: 12.030 Unterschriften
Zeugnistag-Protest gegen Notenzwang

12.030 Personen haben die Petition "NEIN zur Notenpflicht - JA zur Wahlfreiheit der Beurteilungsform" unterstützt. Am Freitag wurde die Unterschriftensammlung in Wien eingebracht, am Montag wurde sie dem Vorarlberger Landtag übergeben.

Simone Flatz, Obfrau des Initiatorvereins "Gemeinsam Zukunft Lernen", übergab im Beisein von zahlreichen Vertretern der Vorarlberger Bildungsbranche das Paket mit den Unterschriften an Landtagspräsident Harald Sonderegger. "Die Übergabe jetzt im Landhaus stimmt uns jetzt doch ein bisschen optimistischer", meint Simone Flatz. Es habe bereits recht positive Töne von Landesrätin Schöbi-Fink gegeben. "Ich glaube es geht in eine gute Richtung und ich hoffe, dass wir noch viele Befürworter auch auf politischer Ebene finden", so Flatz.

Man werde sich zudem mit anderen Initiativen österreichweit vernetzen, versuchen, dass die Petition Gehör finde und die Wahlfreiheit in der Leistungsbeurteilung in naher Zukunft gegeben sei.

Alternative mit Mehrwert

Doch wie geht es im Landtag mit der Petition weiter? Sie wird an alle Abgeordneten verteilt und in der nächsten Sitzung des erweiterten Präsidiums besprochen, so Landtagspräsident Sonderegger gegenüber VOL.AT. "Es wird auch die Landesregierung um eine Stellungnahme dazu gebeten", erklärt er. Vonseiten der Landtagsdirektion werde es dann eine formale Beantwortung geben.

NEOS unterstützen Petition

Mit NEOS-Klubobfrau Sabine Scheffknecht hat das Anliegen bereits eine Unterstützerin im Landtag: Über 12.000 Unterschriften könne und dürfe man nicht ignorieren. Die NEOS würden nun gemeinsam mit anderen Parteien einen Antrag im Landtag stellen. Man werde das Thema im Bildungsausschuss und im Landtag diskutieren, so Scheffknecht. "Ich kenne den Mehrwert solcher alternativen Beurteilungsformen", erklärt die Politikerin, die selbst Mutter von zwei Kindern im Volksschulalter ist. Sie wisse, wie viel Wertschätzung dahinter stecke: "Für mich ist ganz klar, dass die alternative Beurteilungsform die richtige ist."

Auch SPÖ steht hinter Petition

Auch SPÖ-Bildungssprecherin Manuela Auer bewertet die Petition als großen Erfolg. Manuela Auer sieht im Notenzwang einen Einschnitt in die Schulautonomie. Auch findet sie, dass "eine Ziffernnote Volksschülern nicht gerecht wird, weil ihre Lernerfolge auf eine einzige Zahl reduziert werden. Stattdessen sollten wir zu modernen Methoden greifen, die die Kinder bestärken und ihnen wirklich vermitteln, was sie können.“ Auer ist der Meinung, dass jede Volksschule selbst entscheiden soll, wie die Schüler benotet werden.

Grüne gegen Notenzwang

Die Grüne Bildungssprecherin Eva Hammerer richtet einen Appell an Bildungslandesrätin Schöbi-Fink, die Anliegen der Bürgerinitiative und der mehr als 12.000 Unterstützern ernst zu nehmen und der Forderung nach stärkerer Schulautonomie und der Möglichkeit alternativer Leistungsbeurteilung nachzukommen.

Bildung werde in Österreich überdurchschnittlich vererbt, kritisiert Hammerer im Rahmen der Übergabe der Unterschriften: "Kinder in der Volksschule schon mit Noten in Kategorien zu zwängen und damit über ihren Bildungsweg zu entscheiden ist demotivierend und kontraproduktiv." Zudem drängt Hammerer auf die gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen.

(Red.)

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