Perfekter Konter von Scheider

Der Lochauer kommt nach seinem souveränem DTM-Sieg wieder nahe an die Spitze heran.

Starke Fahrt von Timo Scheider. Nach dem Zandvoort-Rennen schien es, als ob der Lochauer DTM-Champion seine bereits eineinhalb Jahre andauernde Dominanz scheinbar verloren hätte: Die bisherigen Saisonergebnisse mit den Plätzen zwei, fünf und vier waren zwar nicht schlecht, aber nicht ausreichend, um wieder an der Tabellenspitze mitzukämpfen. Nur Platz acht in Zandvoort und die nachfolgende Disqualifikation wegen zu spätem Erscheinen bei der Abwaage ließen den Frust nochmals anschwellen. Doch am vergangenen Wochenende – beim fünften Saisonlauf in Oschersleben – meldete sich Timo Scheider genau im richtigen Moment mit einem perfekten Konter zurück. Der 30-Jährige holte sich im Training hinter seinem Audi-Markengefährten Tom Kristensen den zweiten Startplatz.

Bilderbuch-Start

Im Warm-up ließ es Timo bereits heftig knallen, war der Allerschnellste und auch der Start war wie aus dem Bilderbuch: Ohne Schlenker kanonierte er sich nach vorne, machte den Acht-Meter-Rückstand in der Startaufstellung auf Kristensen gut und schoss als Führender in die erste Kurve. Danach war das Rennen gelaufen, die Gegner hatten nichts mehr entgegen­zuhalten, Scheider landete einen perfekten Start-Ziel-Sieg. Nach 48 Runden querte er – in 1:23,677 Minuten im 32. Umlauf mit der schnellsten Rennrunde – mit fünf bzw. neun Sekunden Vorsprung vor seinen Audi-Abt-Sportsline-Kollegen Mattias Ekström und Martin Tomczyk die Ziellinie. Schwer geschlagen wurde die Mercedes-Crew: Paul Di Resta wurde als bester “Stern”-Fahrer Vierter. Bei Saisonhalbzeit hat sich Timo mit seinem insgesamt vierten DTM-Sieg in der Meis­terschaft zurückgemeldet und ist in der Tabelle ganz nahe an die Spitze herangekommen, meldet wieder Meisterschaftsansprüche an: Gary Paffet und Mattias Ekström führen punktegleich mit 28 Zählern, aber dahinter lauert schon Scheider mit nur einem Punkt Rückstand.

Falsche Hymne

Die perfekte Vorstellung hatte nur einen Makel: Bei der Siegerehrung wurde die falsche Hymne gespielt. Scheider lebt in Österreich, fährt mit österreichischer Lizenz, hat eine Doppel-Staatsbürgerschaft. Es hätte die österreichische Nationalhymne gespielt werden müssen, es kam aber die deutsche . . . Schon am Wochenende steht für den Lochauer der nächste Einsatz bevor: In Friedrichshafen veranstaltet er mit seiner Lebensgefährtin Jasmin Rubatto das zweite “Race 4 Kids”-Benefiz-Kart-Event. Bereits vor der Veranstaltung sind mehr als 30.000 Euro im Spendentopf. Mit dabei sind etliche Stars aus Sport, Wirtschaft, Show und Politik, u. a. auch Toyota-F1-Pilot Timo Glock.

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