Pendler in der Bodenseeregion: 16.500 Vorarlberger 2011 im Ausland tätig

16.500 Vorarlberger pendelten 2011 zur Arbeit in die Bodenseeregion.
16.500 Vorarlberger pendelten 2011 zur Arbeit in die Bodenseeregion. ©VOL.AT/Bernd Hofmeister
Bregenz - Mehr als 16.000 Vorarlberger pendelten im Jahr 2011 zur Arbeit in die Nachbarländer der Bodenseeregion. Die Zahl der Pendler von Vorarlberg in die Schweiz bzw. Liechtenstein stieg 2011 wieder an, von 2007 bis 2009 war sie rückläufig gewesen.

In die Schweiz pendelten gar rund 8,6 Prozent mehr Vorarlberger als im Vorjahr. Die Zahlen gehen aus dem am Donnerstag präsentierten Bericht “Grenzgänger in der internationalen Bodenseeregion 2011” der Grenzpartnerschaft EURES Bodensee hervor.

Schweiz und Liechtenstein

Knapp 7.800 Pendler aus Vorarlberg gingen einer Beschäftigung in den benachbarten Schweizer Kantonen nach, der Großteil davon – rund 6.700 Beschäftigte – war im Kanton St. Gallen tätig. Etwas mehr als 7.800 arbeiteten im Fürstentum Liechtenstein, Tendenz ebenfalls wieder steigend. Dazu kamen rund 900 Vorarlberger, die ihre Arbeitsstelle in der deutschen Bodenseeregion hatten. Ihre Zahl blieb in den vergangenen Jahren konstant.

Deutlich weniger Personen fuhren dagegen aus dem nahen Ausland zum Arbeiten nach Vorarlberg: Die rund 3.100 Einpendler stammten laut dem Bericht fast ausschließlich aus Deutschland.

50.000 Pendler in Bodenseeregion

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr mehr als 50.000 Pendler im Gebiet der EURES Bodensee, das waren rund 3.000 mehr als noch 2010. 56 Prozent aller Grenzgänger arbeiteten in der Schweiz. Etwa 34 Prozent waren im Fürstentum Liechtenstein beschäftigt, das mehr als die Hälfte seiner Arbeitskräfte aus dem Ausland rekrutiert. Die grenzüberschreitende Arbeitsmarktmobilität in der Bodenseeregion sei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, die Arbeitsmärkte wüchsen weiter zusammen. Insgesamt sind laut dem Bericht etwa 2,7 Prozent der Beschäftigten im EURES Bodensee-Gebiet Grenzpendler. Das seien überdurchschnittlich viele, liege der Wert der einpendelnden Personen in den EU-Grenzregionen doch durchschnittlich bei 1,45 Prozent.

Die Pendler-Gebiete

Das Beobachtungsgebiet des Berichts umfasste neben dem Bundesland Vorarlberg und dem Fürstentum Liechtenstein die Schweizer Kantone Zürich, Schaffhausen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Außerrhoden, St. Gallen, Thurgau und Graubünden sowie die deutschen Landkreise Konstanz, Sigmaringen, Bodenseekreis, Ravensburg, Lindau, Oberallgäu und die kreisfreie Stadt Kempten.

APA

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