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Pedalpiraten entern das Ländle!

„Von kleinen Paketen angefangen, kann ich bis 250 Kilogramm eigentlich alles per Fahrrad ausliefern“, erklärt Pedalpirat Ralph Hollenstein.
„Von kleinen Paketen angefangen, kann ich bis 250 Kilogramm eigentlich alles per Fahrrad ausliefern“, erklärt Pedalpirat Ralph Hollenstein. ©Marcel Hagen
Lustenau - Ralph Hollenstein und Elke Fitz betreiben in Lustenau als Pedalpiraten den ersten Fahrrad-Lieferdienst Vorarlbergs.

„Die ersten und die letzten Kilometer sind beim Transport jene, die am meisten Umwelt- und Verkehrsbelastung verursachen. Darum ist das Fahrrad im urbanen Raum das Transportmittel der Zukunft“, erklärt Ralph, der 20 Jahre Erfahrung in einem international tätigen Speditionsunternehmen in Vorarlberg aufweisen kann. Nun hat der findige Lustenauer sein Hobby, das Radfahren, zum Beruf gemacht und gemeinsam mit seiner Frau Elke die „Pedalpiraten“ ins Leben gerufen. „Wir sind eigentlich wie ein normaler Lieferdienst für Lustenau und die Umgebung. Auch vom Preis her ist es vergleichbar. Ab dem Sommer soll es auch eine eigene Station in Bregenz geben.“

„Bis 250 Kilogramm“

Mit seinen Lastenrädern transportiert Ralph so gut wie alles: „Von kleinen Paketen angefangen, kann ich bis 250 Kilogramm verschiedenste Lasten per Fahrrad ausliefern. Bei großen Aufträgen nehme ich das dreirädrige E-Lastenrad.“ Dieses ist, um die Verkehrrsicherheit zu gewährleisten, nicht nur mit einem Elektromotor, sondern auch mit Scheibenbremsen ausgestattet. „Im Monat lege ich im Schnitt rund 1600 Kilometer zurück.“ Ein klassisches Lieferfahrzeug würde auf derselben Strecke mehr als 350 kg CO2 ausstoßen. „Für mich ist das eine Win-Win-Situation: Ich bleibe fit und mache außerdem etwas für unsere Umwelt“, sagt Ralph.

Netzwerk im Rheintal

Sein Ziel ist es, mit mehr Stationen im Rheintal Transporte von Feldkirch bis Bregenz anzubieten und so das Ländle zu entern. Über den Ausbau seiner Flotte hat der Pedalpirat auch schon nachgedacht. „Um die längeren Distanzen zu überwinden, wird zwei Mal täglich ein Elektrofahrzeug zwischen den einzelnen Stationen eingesetzt. Die ersten und letzten Kilometer werden aber natürlich mit dem Fahrrad zurückgelegt“, lautet die Vision des Lustenauers. „Wir fahren jetzt bereits für einige regionale Unternehmen, wie z.B. für eine Druckerei und eine Spedition. Außerdem liefern wir auch jede Woche Gemüsekisten für den Vetterhof aus“, berichtet Ralph.

„Die gnouot Louot“

Eine weitere Idee, die er mit dem örtlichen Spar König realisiert hat, ist die „Die gnouot Louot“ (Die flotte Einkaufstasche): Dienstags und freitags liefert Ralph Einkäufe nach Bestellung direkt nach Hause. „Für diese kurzen Wege sind Lastenräder ideal“, betont er. Zusammen mit seinem Cousin und Partner Marc Bösch von 2Rad-Holly bietet Ralph auch verschiedenste Lastenräder zum Verkauf an. „Es gibt unterschiedliche Basismodelle für jeden Bedarf. Wir haben aber auch schon eine mobile Bücherei oder ein voll ausgestattetes Küchenrad gebaut“, so Ralph. „Mit diesen Rädern kann auch jeder selbst etwas für die Umwelt tun und bei kurzen Strecken auf Auto und Verkehrschaos verzichten.“

Von mobiler Eisdiele bis zum Camping-Rad

Die Pedalpiraten bieten auch stylische Lastenräder an: Von der klassischen Radkutsche (Bild) über den MCS Truck (Lkw unter den Fahrrädern) bis hin zu Familien-Lastenrädern mit Platz für Kinder und Spezialrädern, wie einer mobilen Eisdiele, einer Küche auf drei Rädern oder einem Camping-Rad bleiben keine Wünsche offen. Infos unter www.pedalpiraten.at.

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(WANN & WO)

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