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Pandemie und Parallelwelten

Spannende Lesung im Theater am Saumarkt.
Spannende Lesung im Theater am Saumarkt. ©Henning Heilmann
Hans Platzgumer und Willibald Feinig lasen Texte aus der Isolation im Theater am Saumarkt 
Texte aus der Krise im Theater am Saumarkt

FELDKIRCH Wie erlebten Literaten und Schriftsteller die Zeit des Corona-Lockdowns, wie sah deren Wirklichkeit und Wirken während der landesweiten Ausgangssperre aus?

Hans Platzgumer und Willibald Feinig haben beide spannende literarische Kommentare zur Covid-19 Pandemie verfasst, die sie im Theater im Saumarkt mit den Gästen teilten. Beide Autoren lasen aus aktuellen Werken und tauschten sich anschließend in einem Gespräch mit Marie-Rose Rodewald-Cerha und dem Publikum über ihre Literatur, die Situation von Autoren in Zeiten von Corona und die Zukunft unter Berücksichtigung der aktuellen Erfahrungen mit der Pandemie und der drohenden Klimakatastrophe aus. 

Parallelwelten

Hans Platzgumer, geboren 1969 in Innsbruck, lebt in Bregenz und Wien und ist als Autor und Komponist tätig. So schreibt er nicht nur Romane undEssays, sondern auch Theatermusiken und Hörspiele und seine musikalische Bandbreite reicht bis zum Punk.

Während des Lockdowns hat er regelmäßig Texte in seinem Corona Blog veröffentlicht. Mit dem typischen “Sperrzonenleben“, während dem die Grenzen geschlossen waren, beschäftigte er sich ebenso wie mit dem Tragen von Masken bzw. Mund-Nasenschutz. Als die Österreicher gefordert wurden, die Wohnungen nur für dringendste Erledigungen zu verlassen, hatte er den Eindruck, dass sich die Menschen in „virtuelle Parallelwelten“ zurückziehen. Als die Menschheit „dem Untergang ins Gesicht blickte“, habe sich mit der Seuche auch vielfach der Irrsinn ausgebreitet. Mit Schüssen auf Flüchtlingen habe man vor Corona die Auswüchse einer endkapitalistischen Gesellschaft erlebt. Positiv sei, dass das bestehende kranke System nun von vielen in Frage gestellt werde.

Armselige Welt

Willibald Feinig, geboren 1951 in Feldkirchen in Kärnten, schrieb “Texte aus der Zeit ” und las von einem „Jerusalem wie ausgestorben“, über die ausgefallenen Messen am Sonntag und ausgefallene Konzerte. Die Quarantäne empfand er als „armselige Welt“, in der niemand reist, man sich nicht die Hand gibt und keinen alten Menschen umarmt. HE

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