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Panda Fu Long auf Reisen: In Shanghai "gut gelandet, alles Roger"

Den ersten Teil seiner Reise nach China hat Wiens Lieblingspanda Fu Long ("Glücklicher Drache") offenbar gut überstanden. Bei der Zwischenlandung in Shanghai gegen 0.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichte den Tiergarten Schönbrunn folgendes SMS von Zoo-Tierarzt Thomas Voracek: "Gut gelandet, alles Roger. Fu Long schläft", sagte Unternehmenssprecher Gerhard Kasbauer im APA-Gespräch. Der Weiterflug war gegen Mittag geplant.
Fu Long in Bildern

In Shanghai wurde das putzige Fellknäuel in eine etwas kleinere Transportbox umgepackt. Der Weiterflug in die Provinzhauptstadt Chengdu sollte gegen 12.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit starten. Ob Fu Longs Begleiter – Voracek und Pflegerin Eveline Dungl – den Bären auch in diesem Flieger unmittelbar betreuen können, war vorerst nicht ganz klar. Im Tiergarten fieberte man bereits der beruhigenden Kurzmitteilung entgegen, dass schlussendlich auch wirklich alle gut in der Pandazucht- und Forschungsstation in Bifengxia angekommen sind.

In der ostchinesischen Hafenmetropole enden laut Kasbauer Kompetenz und Verantwortung des Tiergartens. Ähnliches sei bereits 2003 beim Herflug von Fu Longs Eltern Yang Yang und Long Hui vereinbart worden. “Da merkt man auch, wie sich gedanklich alles ändert”, meinte der Sprecher. Die Eltern des putzigen Pandas seien bei ihrer Ankunft in Wien nur ein halbes, dreiviertel Jahr älter als Fu Long gewesen: “Und für uns waren die beiden schon große Bären. Fu Long haben wir von Geburt an miterlebt – mit ihm geht für uns aber ein kleiner Bär auf Reisen.”

In Bifengxia muss der Panda für etwa ein Monat in ein Quarantänegehege, dann lebt er vorerst mit anderen Artgenossen in einer Jugendgruppe. Schließlich soll Fu Long eine Gefährtin finden und selbst für Nachwuchs sorgen. Ein Vizedirektor des Wolong Reservats erklärte am Donnerstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa, die Ankunft von Fu Long sei sorgfältig vorbereitet worden. Zum schmerzhaften Abschied der Österreicher meinte er: “Der Panda ist ein chinesischer Nationalschatz. Nach dem Forschungsvertrag muss er in sein Vaterland zurückkommen.”

Die Geburt von Fu Long am 23. August 2007 im Wiener Zoo war als Weltsensation gefeiert worden, weil der Sprössling von Yang Yang und Long Hui auf natürliche Weise entstanden ist. Die Bären sind eine Leihgabe der Chinesischen Regierung: Fu Longs Eltern kamen im Jahr 2003 in die Bundeshauptstadt und dürfen noch bis 2013 in Wien bleiben.

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