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Panda-Baby heißt "Glücklicher Drache"

Der Tiergarten Schönbrunn hat nun auch einen Drachen - und zwar einen glücklichen.  

Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein Feuer speiendes Schuppentier, sondern das vor gut zwei Monaten im Zoo geborene Panda-Baby. Nach einer knapp dreiwöchigen Internetumfrage hat ganz Österreich einen Namen für den „Krümel“ ausgesucht: Die Wahl bei vier Vorschlägen fiel eindeutig auf die chinesische Bezeichnung „Fu Long“ – übersetzt „glücklicher Drache“.

Anfang Dezember soll das Bären-Junge seinen bisherigen Spitznamen „Krümel“ offiziell eintauschen, und zwar bei einer Taufe durch eine Delegation aus China. Da die Panda-Eltern Yang Yang und Long Hui und damit auch deren Nachwuchs dem Tiergarten als Leihgabe der Volksrepublik anvertraut wurden, stammten auch die Namensvorschläge aus dem Reich der Mitte. Mehr als 26.000 Personen beteiligten sich an der Abstimmung, über 50 Prozent entschieden sich für „Fu Long“.

„Ich bin sehr zufrieden damit“, sagte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter am Donnerstag zur APA. „Es ist einfach von der Bedeutung her das Überdrüberzeichen.“ Der Drache gelte in China immerhin als Glückssymbol – umso besser sei also ein glücklicher Drache. „Das ist einfach ein tolles Omen für den Kleinen.“

Auf Platz Zwei landete bereits ziemlich abgeschlagen der Namensvorschlag „Mei Yue“ („Schöne Musik“), zur Auswahl standen auch „Zhu Wa“ („Bambusbub“) und „Hua Shan“ („Einer der fünf heiligen Berge“). Heiß her ging es bei der Abstimmung vor allem am letzten Umfrageabend: Nach einem TV-Aufruf fiel die Stimmenzählung kurzfristig aus. 1.500 Votings bei denen „Mei Yue“ vorne lag, hätten am Ergebnis allerdings ohne nichts mehr geändert, so Schratter.

Mehr als drei Kilo wiegt das etwa 45 Zentimeter große Panda-Baby mittlerweile. Es kann schon gut auf den Vorderbeine stehen, es robbt und krabbelt, berichtete Schratter. Neben der Wurfbox steht dem kleinen Bären nun auch ein abgesperrtes Gehege zur Verfügung, in das „Fu Long“ allerdings noch von seiner Mutter getragen werden muss. Nach einem ersten Ausflug zu Wochenbeginn sind die beiden nun wieder in der Wurfbox. „Vielleicht hat sie sich in der Höhle doch sicherer gefühlt“, meinte die Zoodirektorin über Yang Yangs Nestwahl.

Absolut einig sind sich die Zoo-Mitarbeiter bezüglich des Geschlechts des jungen Bären. „Wir gehen in der Zwischenzeit alle von einem Männchen aus“, erklärte Schratter. „Mit 99-prozentiger Sicherheit.“ Untersuchungen hätten allerdings noch nicht stattgefunden. Den Großteil der Zeit verbringt das Panda-Baby mittlerweile alleine, nur etwa vier Mal in 24 Stunden versorgt Yang Yang das Kleine. Papa Long Hui soll der kleine Bär frühestens in drei Monaten kennenlernen. Da man nicht wisse wie das Männchen auf den Nachwuchs reagiere, müsse man die beiden langsam und vorsichtig zusammenführen. Spätestens Mitte Dezember sollen die Besucher „Fu Long“ live zu sehen bekommen.

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