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Palazzo-Artistin in Preßburg festgehalten

Die russische Hulahoop-Künstlerin Anastassia Bikovskaya sollte kurzfristig für eine erkrankte Künstlerin auf der Hohen Warte einspringen - sie landete jedoch in Schubhaft.

Wenn die russische Hulahoop-Künstlerin Anastassia Bikovskaya Montag Abend das Team des Wiener „Palazzo“-Theaters verstärken wird, hat sie eine zermürbende Anreise hinter sich: Auf dem Preßburger Flughafen sei der 22-Jährigen die Weiterreise nach Österreich verwehrt worden, die junge Frau landete stattdessen in Schubhaft, teilte Clemens Zipse von der Palazzo Theater mit.

Wegen einer Erkrankung eines Mitglieds der noch bis Jahresende auf der Wiener Hohen Warte im Spiegelpalast gastierenden Variete- und Akrobatiktruppe sollte Anastassia Bikovskaya als Ersatz kurzfristig aus Zürich eingeflogen werden. In Preßburg wurde der Russin, die mit einem Schengen-Visum reiste, am Sonntag der Pass abgenommen. Sie landete in Schubhaft, wo sie die Nacht verbringen musste.

„Trotz vielfältiger Bemühungen der österreichischen Botschaft, des russischen Botschafter und des Geschäftsführers von Palazzo durfte sie nicht ausreisen“, kritisierte Zipse. Die „harmlose Artistin“ sei „wie ein Verbrecher behandelt“ worden, nicht einmal Kontakt zu Besuchern sei ihr zunächst gewährt worden. Montagvormittag schien eine Lösung in Sicht: Die Künstlerin – sie arbeitete bis vor kurzem im Cirque du Soleil Programm in Las Vegas – sollte mit einer Chartermaschine nach Wien gebracht werden.

Link:www.palazzo-wien.at

Redaktion: Birgit Stadtthaler

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