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Österreichs Piraten setzten Segel

Die Zahl der Raubkopien in Österreich hat erstmals seit dem Jahr 2000 wieder zugenommen. Jede vierte Software ist das Werk der Alpen-Piraten, so der Softwarehersteller-Schutzverband.

In den Nachbarländern ging die Produktpiraterie hingegen zurück. EU-weit gab es nur einen geringen prozentuellen Zuwachs, der Schaden blieb demnach mit 9,68 Mrd. Euro konstant. Weltweit stagniere der Anteil der illegal kopierten Ware bei 35 Prozent, während der Umsatzausfall um 1,6 auf 34,3 Mrd. Dollar stieg, hieß es.

Künftig will die Business Software Alliance (BSA) in Österreich verstärkt gegen die digitalen Freibeuter vorgehen. Den Schaden hierzulande beziffern die Hersteller mit 105 Mio. Euro. Die Vereinigung führt den Anstieg auf verstärkte Aufklärungsmaßnahmen statt Strafen in der Vergangenheit zurück, wobei sich allerdings der „harte Kern“ der Kopierer nicht durch diese Infokampagne beeindrucken habe lassen. Daher wurde heute eine neue Initiative mit dem Titel „Stoppt Schnorrer“ (www.stoppt-schnorrer.at) gestartet, bei der Informanten gesucht werden, die die Nutzung von illegaler Software verraten.

In China, Russland und Indien habe der erhöhte Druck jedenfalls schon Wirkung gezeigt und zu rückläufigen Zahlen geführt. „Dass der Einsatz von Raubkopien weltweit nicht zurückging, lag vor allem an großen Märkten wie Westeuropa, den USA und Japan, die keine Veränderungen oder sogar einen Anstieg verzeichneten“, so die Softwarehersteller.

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