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Österreich holt den Titel

Die besten Teams aus 20 Ländern (160 Spieler) trafen sich in Hamburg, um den Tischfußball-Weltmeister zu küren. Mit "eben mal eine Partie kickern" hatte das, was sich vier Tage lang abspielte, nichts zu tun.

Die rund 700 Zuschauer formierten sich wie in einem Hexenkessel, um die Spieler, teilweise war die Spannung so groß, daß man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Die Halbfinals zwischen Belgien und Deutschland und Frankreich und Österreich wurden gestern nachmittag gespielt. Im Finale am selben Abend standen sich Deutschland und Österreich gegenüber. Nach einem hart umkämpften Match hieß es schließlich: “Österreich ist Weltmeister!”

Ein weiterer Höhepunkt des Turniers war das Viertelfinale zwischen den USA und Frankreich, der Favorit USA schied nach umkämpften viereinhalb Stunden am Tisch aus.

„Wollen als Sportart anerkannt werden“

In der historischen Fischauktionshalle am Hamburger Fischmarkt rollte von Donnerstag bis Sonntag die Kugel zur ersten Mannschaftsweltmeisterschaft im Tischfußball. 20 Nationen sind am Start. Jeweils sechs Männer und zwei Frauen bilden ein Team. Überall klackt und klickert es. An den Turniertischen agieren mit flinken Händen, angespannt und hochkonzentriert die Teilnehmer, an anderen Tischen kurbeln Zuschauer. Die Top-Begegnungen werden auf Monitore übertragen, ein Moderator erläutert Spielstände und Regelwerk.

Etwa 150.000 Euro hat der deutsche Tischfußball-Verband (DTFB) bei Sponsoren und der Hamburger Stadtmarketing zusammengesammelt, um diese WM-Premiere auf die Beine zu stellen. Künftig soll das Turnier alle vier Jahre drei Wochen vor der „großen“ WM im jeweiligen Gastgeberland über die Bühne gehen, 2010 also in Südafrika. „Wir wollen in Deutschland endlich als Sportart anerkannt werden“, sagt DTFB-Sprecher Hermann Eckert.

Trainingsanzüge und Sportkleidung tragen alle Teilnehmer, auch wenn der eine oder andere figürlich eher unsportlich wirkt. Dafür haben alle flinke Arme und ein schnelles Auge. Die Ballbehandlung mit den Hartplastik beziehungsweise Metallmännnchen an der Stange ist atemberaubend. Das hat nichts zu tun mit dem Gekicker, das fast jeder aus der Kneipe kennt. „Die Spieler sind wie Profis“, sagt Eckert, „jeder trainiert mindestens zwei Stunden am Tag.“

Es gibt eine Bundesliga, zahlreiche Turniere, internationale Treffen und jedes Jahr Einzel-Weltmeisterschaften. Das Kickern wird durch unterschiedliche Tische und Weltmeister bestimmt. Fünf verschiedene Wettkampftische gibt es, die sich alle durch unterschiedliche Spieleigenschaften unterscheiden. So sind die US-Amerikaner an ihrem sehr schnellen „Tornado“ kaum zu schlagen, während die Deutschen den belgischen Bonzini bevorzugen: „Der Bodenbelag ist sehr stumpf, so kann man den Ball gut unter der Puppe festklemmen und in Ruhe schießen“, sagt Spieler Patrick Glocker.

Jede Mannschaft darf einen „Heimtisch“ auswählen. Die Männer bestreiten jeweils drei Einzel und Doppel, die Frauen ein Einzel und Doppel. Jede Partie wird in Hin- und Rückspielen an den „Heimtischen“ beider Mannschaften ausgetragen. Belgien gilt als Topfavorit. „Das sind Allrounder, die an allen Tischen gewinnen können“, sagt Eckert.

Die Teilnehmer, denen Anreise, Unterkunft und Verpflegung vom DTFB bezahlt weren, kommen unter anderem aus Japan und Costa Rica, Südafrika, Kanada sowie Argentinien. Tischfußball ist weltweit verbreitet, insgesamt gehören 45 Nationen dem Weltverband an. Und sie alle träumen den einen großen Traum: Sie wollen olympische Sportart werden.

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