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Österreich gut, aber verbesserungswürdig

Neben der Frauengesundheit setzt Österreich in Sachen Gesundheit auf „Diabetes“. Hier gibt es - vor allem, was den Typ-2-Diabetes („Altersdiabetes“) betrifft - europaweit deutlichen Optimierungsbedarf.

“Österreich liegt grundsätzlich nicht so schlecht, was die Versorgung in den Zentren in großen Städten angeht. Doch die Versorgung bei den niedergelassenen Ärzten (abseits der Zentren) ist heterogen“, erklärte Univ.-Prof. Dr. Michael Roden – bis zum Jahreswechsel war er Präsident der Österreichischen Diabetes-Gesellschaft (ÖDG) – gegenüber der APA.

Der Hintergrund: In Österreich sind rund 300.000 Menschen wegen Diabetes in Behandlung (nachgewiesen). Doch etwa weitere 300.000 Personen sind krank, ohne davon zu wissen. Laut internationalen Erhebungen gilt, was der Experte auch für Österreich postuliert: „Nur rund 25 Prozent der Diabetiker sind bezüglich ihres Blutzuckers optimal behandelt.“

Der Rest ist ziemliches Schweigen – vor allem, weil die Dunkelziffer bei den Typ-2-Diabetikern bei rund 50 Prozent liegt. Über die exakte Zahl der Menschen, die bereits am Vorstadium dieser Form der Zuckerkrankheit leiden – der gestörten Glukosetoleranz – oder andere Risikofaktoren aufweisen, gibt es überhaupt keine verlässlichen Daten.

Im vergangenen Jahr hat sich das Gesundheitsministerium im Vorlauf zur EU-Ratspräsidentschaft vermehrt dem Thema angenommen. So wurde ein “Österreichischer Diabetesplan“ erstellt. Es soll Anleitungen für die Behandlung und einen eigenen „Disease Management Plan“ geben, mit dem Ärzte und Patienten auf freiwilliger Basis gemeinsam bessere Langzeit-Ziele in der Betreuung erreichen.

Roden: „Es gibt eine Untersuchung der niederösterreichischen Gebietskrankenkasse (NÖGKK, Anm.) über Input und Output in der Diabetiker-Betreuung in Österreich. Wir schneiden im Vergleich zu den Spitzenreitern in der EU – Belgien und Spanien – bei den Spätkomplikationen (Nierenschäden, Amputationen, Netzhaut- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Anm.) nicht so schlecht ab. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass wir bei der Effizienz, also dem Verhältnis zwischen eingesetzten Mitteln und den Resultaten, besser sein könnten.“

So ist die Betreuung der Diabetiker in den zum Teil seit Jahrzehnten etablierten Zentren in den Spitälern sehr gut, doch damit müssen längst nicht alle Zuckerkranken speziell in ländlichen Regionen bestmöglich versorgt sein.

Roden: „Die Österreichische Diabetes-Gesellschaft hat deshalb Leitlinien für die Betreuung von Zuckerkranken erstellt. Gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin kommunizieren wir für die Praktischen Ärzte auch ein kurz gefasstes Konsensus-Statement zu dem Thema.“ Hier geht es um Praxistauglichkeit im Alltag.

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