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ÖRV-Trio mit Außenseiterchance

Die Chancen auf den Spitzenplatz eines österreichischen Radprofis im WM-Straßenrennen stehen gut wie selten zuvor. Bernhard Eisel, Peter Wrolich und Rene Haselbacher wollen um Medaillen mitsprinten.

Bei den Titelkämpfen in Madrid wird der ÖRV am Sonntag (10:00 Uhr) durch das sprintstarke Trio Eisel, Haselbacher und Wrolich vertreten. Österreichs Asse setzen auf eine Massenankunft. “Wir haben berechtigte Chancen. Der Kurs spricht für uns und wir bringen Erfahrung und Top-Platzierungen mit”, erklärte Wrolich. Die Drei haben Außenseiterchancen auf eine Top-Platzierung bei der WM, die wegen des späten Termins bei ÖRV-Profis zuletzt oft ungeliebt waren. Die beste Platzierung liegt 20 Jahre zurück – Harald Maier war 1985 in Italien Fünfter. Ähnliches ist auch heuer möglich, alle drei Österreicher waren in großen Rundfahrten schon unter den ersten Drei. Eisel hat heuer eine Etappe der Tour de Suisse gewonnen, Wrolich war Etappen-Zweiter der Tour de France.

Favoriten sind freilich andere: Alessandro Petacchi möchte nach Mario Cipollini 2002 wieder für einen italienischen Erfolg sorgen, der Australier Robbie McEwen gilt nicht zuletzt wegen der gefährlichen 180-Grad-Kurve rund 600 Meter vor dem Ziel als heißer Tipp (Eisel: “Da wird es einen Schepperer geben”), weitere Kandidaten sind Tom Boonen (BEL), Erik Zabel (GER) und Thor Hushovd (NOR). Spezialist für Attacken vor dem Ziel ist Olympiasieger Paolo Bettini (ITA).

Eisel hat eine lange Saison mit 90 Renntagen in fast allen großen ProTour-Rennen in den Beinen. Dennoch fühlt sich der Steirer stark genug für die 273-km-Prüfung (13 Runden) auf dem Stadtkurs mit zwei nicht allzu schwierigen Steigungen. “Man muss eine perfekte Tagesform erwischen. Dann ist auch die Distanz kein Problem. Bei mir beginnt es ab 200 Kilometer so richtig zu rollen”, meinte Eisel selbstbewusst. Wrolich hat längere Zeit kein großes Rennen bestritten, aber seriös trainiert. “Paco ist in einer Spitzenform”, bescheinigte Eisel seinem Freund nach gemeinsamen Ausfahrten in Kärnten. Für wen bei einem möglichen Massensprint wirklich gefahren wird, wollen die drei kurzfristig im Rennen entscheiden. “Wir müssen klug fahren und den unterstützen, der sich am besten fühlt”, meinte Haselbacher.

Link zum Thema:
Straßen-WM 2005 in Madrid
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