Olympia: Tops der ersten Woche - Von Mayer bis zu den Lingers

Daniela Iraschko-Stolz sorgt nicht nur mit ihrer Frau für Schlagzeilen, sondern auch mit Silber.
Daniela Iraschko-Stolz sorgt nicht nur mit ihrer Frau für Schlagzeilen, sondern auch mit Silber. ©APA
Die Tops der ersten Woche der Olympischen Winterspiele in Sotschi und Krasnaja Poljana:

Seit seiner Ankunft in Russland ist Matthias Mayer mit einem Dauergrinser unterwegs. Der 23-jährige Kärntner hat sich in Sotschi von der ersten Minute an wohlgefühlt und die Abfahrtsstrecke perfekt im Griff gehabt. Am Sonntag raste Mayer zu Abfahrts-Gold und damit in den Kreis der ganz Großen in Österreichs Sportgeschichte.

Nicole Hosp

Sie ist eine Spezialistin für Großereignisse. Die 30-jährige Tirolerin Nicole Hosp gewann mit Silber in der Super-Kombination ihre neunte Medaille bei einem Großereignis. Sie macht dafür ihre Einstellung, Herangehensweise und Nervenstärke verantwortlich.

Die Biathlon-Herren

Mit Silber von Dominik Landertinger und mehreren Top-Ten-Plätzen erfüllten die Biathleten bisher die Erwartungen voll und ganz. Mit ein wenig mehr Glück hätten Landertinger und auch Simon Eder schon ein oder zwei Medaillen mehr geholt. Mit dem Massenstart und der Staffel haben sie noch zwei weitere Chancen.

Slopestyle

Die neue olympische Disziplin Slopestyle für Snowboard und Ski-Freestyle ist eine Bereicherung für das olympische Programm. Spektakuläre Tricks, coole, mitunter auch etwas verrückt angezogene junge Athleten und Athletinnen und ein begeisterungsfähiges Publikum machten die Bewerbe im Extrem-Park von Rosa Chutor zum vollen Erfolg. Anna Gasser, Luca Tribondeau und Co. boten beste Werbung für die Heim-WM 2015 auf dem Kreischberg.

Deutschlands Rodler

Viermal Rodel-Gold gab es im Sanki Sliding Center zu gewinnen, vier Mal schlugen – jeweils in überlegener Manier – die Deutschen zu. Nach den Einzel-Triumphen von Felix Loch und Natalie Geisenberger sowie dem Doppelsitzer-Erfolg von Tobias Wendl/Tobias Arlt war das Quartett dann auch bei der Olympia-Premiere des Teambewerbs eine Klasse für sich. Auch Österreichs Rodler durften dank der Doppelsitzer-Silbernen von Andreas und Wolfgang Linger zufrieden bilanzieren.

Damen-Skispringen

Daniela Iraschko-Stolz stand schon vor den Spielen nicht zuletzt wegen ihrer Heirat mit einer Frau und dem Interesse dafür wegen der anti-homosexuellen Gesetze in Russland im Scheinwerferlicht. Der Druck bei der Olympia-Premiere der Damen eine Medaille holen zu wollen war groß. Nach Rang fünf im ersten Durchgang bewies sie Coolness und hüpfte zu Silber.

Die Eishallen

Fünf hochmoderne Eishallen, dazu zwei Trainingshallen mit jeweils zwei Eisflächen – die in einem Kreis um das Olympische Feuer im “Coastal Cluster” angelegten Sportarenen für Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Short Track und Curling sind ein Blickfang und sorgen für ein tolles Ambiente. Die meisten Hallen werden nach Olympia wieder ab- und woanders aufgebaut.

Viele Zuschauer in Laura

Die Wettkämpfe in den wunderschön gelegenen Langlauf- und Biathlonanlagen “Laura” auf 1.500 m Seehöhe ziehen viele Zuschauer an. Die beiden getrennten Stadien sind im Gegensatz zu etlichen anderen zumeist prall gefüllt und auch an den Strecken ist die Stimmung bisher prächtig.

Die Organisation

Wer russisches Chaos erwartet hat, wurde im Coastal Cluster eines viel Besseren belehrt. Die Organisation von Beschilderung bis Transport ist ausgezeichnet, die Sicherheitskontrollen werden ebenfalls perfekt und schnell abgewickelt. Im Mountain Cluster hat sich nach ein paar Tagen ebenfalls alles eingespielt, mit doppelten Kontrollen und Bus-Scans dauert alles freilich ein bisschen länger.

Die Volunteers

Hilfsbereite und freundliche junge Russen, wohin man sieht. In ihrem bunten Outfit prägen die freiwilligen Helfer das Ortsbild. Einziges Manko: Zu wenige der Volunteers können Englisch und sind in ihrer Hilfsbereitschaft daher eingeschränkt.

Das Wetter

Auch wenn es für die Schneebewerbe als Nachteil gesehen werden kann: Die erste Phase dieser XXII. Winterspiele war von Sonnenschein geprägt, auch mit dem Wind gab es beim Skispringen und der Nordischen Kombination bisher keine Probleme. An der Küste herrschen frühlingshafte Temperaturen mit bis zu 19 Grad.

(APA)

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