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Olympia: Radmann folgt Schutti

Die Olympia-Bewerbung "Salzburg 2014" geht mit einem neuen Chef in die heiße Phase bis zur Festlegung der offiziellen Kandidaten durch das IOC am 22. Juni. Toni Schutti gab am Donnerstag seinen Rücktritt bekannt.

Nach nur vier Monaten an der Spitze der Bewerbung für die Winterspiele in acht Jahren erklärte Toni Schutti seinen Rücktritt. Sein Nachfolger wird Fedor Radmann, rechte Hand von Franz Beckenbauer bei der Vorbereitung der Fußball-WM 2006 in Deutschland. Dies gab der Salzburger Bürgermeister und Aufsichtsratschef Heinz Schaden bekannt. Schutti haben Gerüchte um seine Person, die während der Olympischen Spiele in Turin aufgekommen waren, zum Rückzug bewegt. “Die sind zwar völlig aus der Luft gegriffen, könnten aber trotzdem negative Folgen haben”, begründete er seine Entscheidung. “Ich will nicht der aussichtsreichen Bewerbung im Weg stehen”, erklärte Schutti.

Der 51-jährige Steirer war bis Herbst Geschäftsführer der österreichischen Sporthilfe. Während der Doping-Affäre um österreichische Biathleten und Langläufer in Turin wurde die Sporthilfe in internationalen Medien mit Bernd Pansold, der wegen Dopings in DDR-Zeiten verurteilt worden ist, in Verbindung gebracht. Pansold hatte auf der Sporthilfe-Homepage Tipps für Hobbysportler geliefert. “Da ist ein Zusammenhang konstruiert worden. Wenn Gerüchte draußen sind, kannst du dementieren wie du willst”, sagte Schutti, der befürchtete, dass Salzburger Mitwerber diese Geschichte im Laufe der Olympia-Kandidatur aufgreifen würden. Schutti wird nach Einhaltung der Fristen sein Rückkehrrecht als Geschäftsführer der Sporthilfe in Anspruch nehmen.

Schaden bedauerte Schuttis Entscheidung sehr. Der Rückzug sei dessen alleinige Entscheidung gewesen. “Die ganzen Vorgänge in Turin haben ihn sehr getroffen”, so der Bürgermeister. Wenig später gab Schaden bekannt, dass Fedor Radmann die Bewerbung künftig führen wird. “Er ist ein Schwergewicht im internationalen Sportgeschehen”, beschrieb der Salzburger Bürgermeister den neuen Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft. Radmann ist am Königssee beheimatet, also dem geplanten Austragungsort der Bob-, Rodel- und Skeletonbewerbe, außerdem sei er auch in Salzburg zur Schule gegangen, unterstrich der Bürgermeister die Verbundenheit des neuen Bewerbungs-Chefs zur Mozartstadt.

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