OJA Vorderland startet neu durch

Die Jugendlichen in Weiler fühlten sich alleingelassen. Es sind Fehler passiert, die nun ausgeräumt werden sollen.
Die Jugendlichen in Weiler fühlten sich alleingelassen. Es sind Fehler passiert, die nun ausgeräumt werden sollen. ©Helmut Welte
Krisengeschüttelte Jugendarbeit Weiler will wieder Fuß fassen.

Weiler, Sulz. (hw) In der „Offenen Jugendarbeit Vorderland“ hat es gekriselt. Schon länger lief es in Weiler nicht mehr rund, hinter den Kulissen brodelte es. Die Jugendlichen fühlten sich mit ihren Problemen, die sich hauptsächlich auf personellem Gebiet abspielten, alleingelassen. Der Jugendtreff „New Corner“ ist nach Weihnachten vorübergehend sogar geschlossen geblieben. Nun scheinen die Wogen geglättet, die Chance auf einen Neustart dürfte gegeben sein.

Seitens der Bürgermeister der Miteigentümergemeinden ist die Aufarbeitung der weitreichenden Vorwürfe auf zwei Ebenen angestrebt worden. Während die KOJE, das Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung, in einem offenen Prozess die Sachlage, aber auch Inhalte und Angebote der OJA aus neutraler Sicht beurteilen sollte, wurde auch eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übergeben.

KOJE-Bericht bestätigt

Die Befragungen bzw. Gespräche mit den Betreffenden sind abgeschlossen. „Die Ergebnisse liegen in schriftlicher Form vor und wurden vollinhaltlich besprochen. Es steht ohne Zweifel fest, dass Fehler begangen wurden. Nun gilt es, die seitens der KOJE erwähnten Fehler zu beseitigen und die Vorschläge in die Tat umzusetzen“, so der Obmann der Miteigentümerschaft Lebensraum Vorderland, der Sulner Bürgermeister Karl Wutschitz.

Wie wichtig die OJA für alle Gemeindeoberhäupter sei, zeige sich auch in der Tatsache, dass alle ohne Ausnahme bei der wichtigen Sitzung mit dabei waren, sich voll zur Jugendarbeit bekennen und alle Beschlüsse einstimmig gefällt wurden, so Wutschitz weiter. „Ein Mitarbeiter hat in der Zwischenzeit gekündigt, da er sich beruflich neu orientieren will. Dem restlichen Team, welches ja jahrelang sehr gut zum Wohle unserer Jugend zusammengearbeitet hat, wollen wir die Chance auf einen Neuanfang geben“, so der Obmann. Dies wurde dem Team in der gleich anschließend stattfindenden Teamsitzung auch so mitgeteilt.

Den verbliebenen Mitarbeitern wurde über Ostern zudem eine Findungsphase eingeräumt. „Sie müssen sich überlegen, ob sie noch miteinander arbeiten wollen bzw. können. Ob und wie sie bereit sind, die geforderten Kriterien zu erfüllen, diese umzusetzen bzw. ihre Vorstellungen kundzutun. Dann werden wir die weiteren Schritte überlegen und dabei auch vor Konsequenzen nicht zurückschrecken“, so der Sulner Bürgermeister.

Laufendes Verfahren

Zusätzlich zu den Gesprächen mit der KOJE wurde auch eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übergeben. Dabei gilt es, die im Raum stehenden Anschuldigungen auf strafrechtliche Relevanz zu prüfen. „Seitens der Staatsanwaltschaft wurde der Großteil der Befragungen bereits durchgeführt. In diesem noch laufenden Verfahren gilt es, die Bewertung der Staatsanwaltschaft abzuwarten“, kann Wutschitz vorerst nicht mehr dazu sagen.

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