ÖVP verliert in Lustenau Absolute

Bgm. Fischer bleibt im Amt
Bgm. Fischer bleibt im Amt ©VOL.AT/Rauch
Die Volkspartei hat am Sonntag in Lustenau ihre absolute Mehrheit verloren.
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Sie sackte von einem Stimmenanteil von 53,83 Prozent auf 44,47 Prozent ab, blieb damit aber weiter dominant. Ortschef Kurt Fischer (ÖVP) wurde mit 56,13 Prozent in der Bürgermeister-Direktwahl erneut im Amt bestätigt. Zugewinne gab es für die Grünen (plus 4,18 auf 19,20 Prozent) und die SPÖ (plus 1,35 auf 4,33 Prozent).

Die ÖVP verliert damit in Österreichs größter Marktgemeinde mit rund 23.300 Einwohnern ihre absolute Mehrheit im Gemeindeparlament - statt wie nach der Wahl von 2005 20 von 36 Mandaten hält sie nun nur noch 17. Damit erreichten die übrigen Wahlwerber ihr erklärtes Ziel, die schwarze Absolute zu brechen. 2010 hatte die Volkspartei die Rheingemeinde nach fast 50 Jahren von der FPÖ zurückerobert. Die Freiheitlichen verloren diesmal erneut, sie kamen auf 23,20 Prozent (2015: 24,19 Prozent) und haben nun acht statt wie bisher neun Sitze inne.

Grüne legen deutlich zu

Die Grünen legten um 4,18 Prozentpunkte (2015: 15,02 Prozent) zu und bekamen mit 19,20 Prozent die 20 Prozent-Marke in Sichtweite. Sie haben künftig sieben statt wie bisher fünf Sitze in der Gemeindevertretung. Für die SPÖ entschieden sich 4,33 Prozent der Wähler (2015: 2,98 Prozent, wie bisher ein Sitz). Bei ihrem ersten Antreten kamen die NEOS auf 5,19 Prozent, die Migrantenliste HaK ("Heimat aller Kulturen") auf 3,60 Prozent. Die NEOS ergatterten damit zwei Sitze in der Gemeindevertretung, die "HaK" einen.

Fischer bleibt Bürgermeister

Die Bürgermeister-Direktwahl konnte Amtsinhaber Fischer trotz einem Minus von 11,43 Prozentpunkten mit 56,13 Prozent klar für sich entscheiden (nach 67,65 Prozent vor fünf Jahren). Mit den hinteren Plätzen vorlieb nehmen mussten FPÖ-Spitzenkandidat Martin Fitz mit 22,33 Prozent (2015: 21,55 Prozent), die grüne Bürgermeisterkandidatin Christine Bösch-Vetter mit 11,9 Prozent sowie weit abgeschlagen SPÖ-Spitzenkandidatin Manuela Lang und NEOS-Vertreter Mathias Schwabegger (4,78 bzw. 4,85 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 49,41 Prozent (2015: 59,16 Prozent).

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