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ÖSV-Chefin mahnt Geduld ein - "Kann nur gute Stimmung machen"

Kein Stockerlplatz seit zehn Rennen bei Frauen und Männern
Kein Stockerlplatz seit zehn Rennen bei Frauen und Männern ©APA
Kein Stockerlplatz der Alpinen seit zehn Rennen bei Frauen und Männern. ÖSV-Präsidentin Stadlober: "Intern sehr viele positive Gespräche geführt".
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Snowboarderin Anna Gasser im Big Air auf dem Kreischberg, Skispringerin Eva Pinkelnig in Zao im Einzel und mit Chiara Kreuzer im Super-Teambewerb, die Männer-Mannschaft in Zakopane - der Österreichische Skiverband hat am Wochenende im internen Erfolgs-Dashboard vier Siege hinzugefügt.

Ein Alpin-Triumph kam an den Schauplätzen St. Anton und Wengen keiner dazu, zum Thema Krise ist für ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober aber alles gesagt.

Wirbel um Ortlieb-Schelte

"Wir haben intern sehr viele positive Gespräche geführt, das ist besprochen worden, da gibt es nichts mehr dazu zu sagen", beantwortete Stadlober in St. Anton eine entsprechende Frage. Bekanntlich hatte ÖSV-Finanzreferent Patrick Ortlieb vor Weihnachten mit einer öffentlichen Schelte die Athletinnen aufgeschreckt.

Diese hatten in Folge durchaus kritische Worte gefunden, dass sie derlei Kritik nur ungern über die Medien ausgerichtet bekommen. Konsequenzen blieben aus und vorerst alle Trainer im Amt.

Technik-Damen ohne Topergebnisse

Freilich waren die Topleistungen vor allem in den Technikbewerben der Frauen ausgeblieben. Und zwei fünfte und zwei neunte Ränge in den zwei Super-G am Wochenende in St. Anton reichen nicht zu generellen Jubelmeldungen - wenngleich auch immer die individuellen Leistungen angeschaut werden müssen.

"Das ist ein Aufwärtstrend, in Richtung WM stimmt mich das zuversichtlich. Fairerweise muss man sagen, dass die, die ausgeschieden sind, vorne dabei gewesen wären. Lieber so und sie wissen, dass der Speed passt und sie dabei sein können, wenn sie runterkommen. Fehler passieren, die passieren anderen auch", sprach die Präsidentin die im zweiten Super-G ausgeschiedenen Cornelia Hütter und Tamara Tippler an.

Magere Ausbeute der Alpinen

Insgesamt betrachtet ist das rot-weiß-rote Alpinlager nun bereits seit zehn Rennen ohne Podestplatz im Weltcup, den bisher letzten von neun bei den Männern holte Manuel Feller am 4. Jänner mit Platz zwei im Slalom von Garmisch-Partenkirchen. Bei den Rennläuferinnen waren es bisher vier, als letzte stand Hütter am 4. Dezember als Zweite im Super-G von Lake Louise auf dem Podest. Vincent Kriechmayr ist mit den Erfolgen in der Abfahrt von Gröden und Bormio der einzige Saisonsieger.

Kein Wunschkonzert

"Wir wollen alle Siege haben. Wer will das nicht? Die anderen Sportarten zeigen uns das vor, da kann man nur gratulieren. Aber es ist alles kein Wunschkonzert, wir arbeiten hart dran", sagte Stadlober. "Aber es braucht ein bisschen Geduld und ich bin nach wie vor guter Dinge."

Es sei nicht unbedingt der Druck von außen, es sei der Druck, den man sich selbst auferlege, den es handzuhaben gäbe. "Jede will natürlich das, was sie im Training bringt, runterbringen und in der Ergebnisliste sehen." Sie könne sich nur vorne hinstellen. "Ich kann ihnen sagen, ihr seid gut vorbereitet, ihr könnt das. Das ist es mit dem Einfluss, denn sie arbeiten in so kleinen Bereichen, da kann ich nur gute Stimmung machen und dabei sein."

(APA)

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