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Österreich: Öffnungen im Mai, alles öffnet gleichzeitig

Die Regierung stellt Öffnungen im Mai in Aussicht.
Die Regierung stellt Öffnungen im Mai in Aussicht. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Die Öffnungen in Österreich im Mai scheinen fix. Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigt Lockerungen in allen Bereichen gleichzeitig an. Grundstein für die Öffnungen sollen regelmäßige Tests, Impfungen und der Grüne Pass sein.
Pressekonferenz zu Öffnungen

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat für den Mai Öffnungsschritte angekündigt, und zwar in allen Bereichen von Kultur über Sport, Gastronomie bis Tourismus gleichzeitig. Möglich mache das der "Impfturbo", der durch die vorgezogenen Biontech/Pfizer-Lieferungen gelinge. Bis Ende kommender Woche wird ein detaillierter Öffnungsplan vorgelegt, so Kurz nach einem Gipfel von Regierung und Ländern Freitagnachmittag. Der Kanzler selbst stellte Mitte Mai in den Raum.

Öffnungen in Österreich "behutsam" durchführen

Zufrieden zeigte sich der Kanzler, dass ein bundesweiter Lockdown nicht nötig geworden sei. "Weltuntergangsszenarien" hätten sich nicht bewahrheitet. Das Ansteckungsniveau sei "relativ stabil".

Bei allen Öffnungsschritten werde man "behutsam" vorgehen. Masken, Tests und auch der "Grüne Pass" würden dabei eine große Rolle spielen. "Es wird ein klares Datum geben. Aus heutiger Sicht wird das Mitte Mai sein", sagte er. Er versprach klare Regeln und für alle Branchen gangbare Wege. Die notwendigen Sicherheitskonzepte würden je nach Branche unterschiedlich ausfallen. Es gehe darum, nicht übermütig zu werden, gleichzeitig aber Perspektiven zu bieten.

Details bis Ende nächster Woche

Details über die genauen Rahmenbedingungen und Termine sollen bis Ende der kommenden Woche ausgearbeitet werden. "Es gibt Grund zum Optimismus", sagte der Bundeskanzler. Man befinde sich "auf den letzten Metern".

In allen Bereichen sollen gleichzeitig Öffnungsschritte erfolgen, die aber durch jeweils spezielle Sicherheitskonzepte gewährleistet werden sollen. Masken, Abstandsregeln, Tests und der "Grüne Pass" sollen dabei die Hauptrolle spielen. Laut Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) werden Zuschauer-Höchstzahlen und Quadratmeterzahlen bei den Kultur-Institutionen eine Rolle spielen. Klar sei, dass in der kommenden Woche auch mögliche Öffnungsdaten festgelegt werden müssten, um einen entsprechenden Planungsvorlauf zu gewährleisten. Es gehe um Perspektiven "ab Mitte Mai", präzisierte Kurz in der Folge.

Durchimpfung von Lehrer und Polizei im April

Erfreuliches hatte Kurz für Lehrer und Polizei zu berichten. Bis Ende des Monats würden diese beiden Berufsgruppen durchgeimpft sein. Dazu helfen 100.000 Pfizer-Dosen, die noch im April kommen sollen. 300.000 folgen im Mai, 600.000 im Juni.

Infektionswelle trotz Impfungen möglich

Fachliche Unterstützung erhielt die Regierung bei ihrer Pressekonferenz vom Vizerektor der Meduni Wien, Oswald Wagner. "Im Vergleich zu vor zwei Wochen sehen Sie uns heute entspannter", sagte dieser. Es gebe fast in ganz Österreich schon deutlich fallende Infektionszahlen. Der Lockdown in Ostösterreich sei erfolgreich gewesen. Dass diese Maßnahme nicht mehr wirke, weil die Bevölkerung dies nicht mehr mittrage, stimme einfach nicht. Man müsse sie nur gut erklären. Er warnte aber vor einem "Impfparadoxon", auf das der deutsche Virologe Christian Drosten hingewiesen hatte: Dass nämliche trotz vieler Impfungen eine weitere Infektionswelle kommen könnte, wenn man auf Druck zu schnell öffne.

Oppositionskritik nach Gipfel mit Regierung

SPÖ und FPÖ üben nach dem Corona-Gipfel am Freitag Kritik an der Regierung. Seit Mitte Februar gebe es keine zentrale Steuerung der Pandemie-Maßnahmen mehr, so SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner bei einer Pressekonferenz am Freitag. Die FPÖ nannte die Maßnahmen "ganz offensichtlich nicht evidenzbasiert": "Sie sind überschießend und nicht verhältnismäßig", so der stellvertretende Parteiobmann Harald Stefan in einer Aussendung.

(APA/red)

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