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ÖBB-Mitarbeiter retten verschüttete Gams aus Schneemassen

Die ÖBB-Mitarbeiter konnten die Gams aus den Schneemassen befreien.
Die ÖBB-Mitarbeiter konnten die Gams aus den Schneemassen befreien. ©APA/ÖBB/GOTTSBACHER
Steirische ÖBB-Mitarbeiter haben am Dienstag eine verschüttete Gams befreit. Das Wildtier schaffte die Flucht bei Schneeräum-Arbeiten nicht rechtzeitig und wurde verschüttet.

“Hurra die Gams” – Tierliebe haben am Dienstag Mitarbeiter der ÖBB in der verschneiten Obersteiermark bewiesen: Beim Räumen der Gleise im Gesäuse wurde versehentlich eine Gams verschüttet. Zwei Eisenbahner griffen zur Schaufel und befreiten das Wildtier aus dem Schnee. Es sprang danach offenbar unverletzt durch den Tiefschnee in den Wald. Die Hilfe sei für die Männer “selbstverständlich” gewesen.

Die tierische Hilfsaktion trug sich auf der momentan gesperrten Strecke zwischen Admont und Hieflau im Bezirk Liezen im Nationalpark Gesäuse zu. Laut ÖBB lagen etwa 50 bis 80 Zentimeter Schnee auf den Gleisen und eine Lok schob die Strecke am Dienstag mit einem Räumschild frei. Das wird mit einem Tempo von etwa 30 Kilometer pro Stunde gemacht. Trotz der geringen Geschwindigkeit werden die Schneemassen wuchtig zur Seite geschleudert. Die Gams hatte es trotz eines Hupsignals des Lokführers offenbar nicht schnell genug geschafft, davonzuspringen. Sie wurde verschüttet.

ÖBB-Mitarbeiter schaufelten verschüttete Gams frei

Die auf der Lok mitfahrenden Bahn-Mitarbeiter, die die Strecke links und rechts der Gleise beim Freiräumen ständig beobachten, bemerkten, dass sie etwas verschüttet hatten, teilte die ÖBB am Mittwoch auf APA-Nachfrage mit. Johannes Seebacher und Josef Pechhacker vom ÖBB-Schneeräumungsteam handelten rasch, schaufelten das Tier frei und ihre Kollegen filmten die Szenen mit. Das Video wurde auf Facebook bis Mittwochmittag mehr als 75.000 Mal aufgerufen und über 1.000 Mal geteilt. Den Einsatz der Eisenbahner goutierten zahlreiche Nutzer des sozialen Netzwerks mit lobenden Worten wie etwa: “Ein Hoch auf diese Mitarbeiter, die die Arbeit für einen kurzen Moment niedergelegt haben, um einem Tier aus der Todesfalle zu helfen.”

(APA/Red)

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