11.929 Besucher auf der Dornbirner Herbstmesse

Messe-GF Sabine Tichy-Treimel.
Messe-GF Sabine Tichy-Treimel. ©Hartinger
Die 72. Dornbirner Herbstmesse von 9. bis 13. September hat sich als Besucher-Debakel entpuppt. Messe-Geschäftsführerin Sabine Tichy-Treimel nannte am Mittwoch die Zahl von 11.929 Messe-Gästen - in normalen Jahren werden in Dornbirn 70.000 Besucher begrüßt. Etwa zwei Drittel der Tickets wurden verkauft, der Rest gratis vergeben. Die Dornbirner Herbstmesse wurde unter strengen Corona-Sicherheitsvorkehrungen als erste österreichische Publikumsmesse nach dem Lockdown eröffnet.
Herbstmesse 2020

Bregenz. Die Geschäftsführerin betonte, dass man die Messe wieder so durchführen würde und unterstrich die Bedeutung der Messe als Wirtschaftsmotor und zentraler Marktplatz für die Region. "Für uns und alle anderen Messeveranstalter war ganz klar, dass wir im Herbst veranstalten werden", sagte Tichy-Treimel und verwies auf die Verordnung des Bundes, nach der Fach- und Publikumsmessen wieder möglich gemacht wurden. Eine Absage sei keine Option gewesen, habe man doch ein Signal für die Wirtschaft und die Veranstaltungsbranche setzen wollen - man habe es probiert: "Wir waren mutig", so Tichy-Treimel. Sie räumte aber ein, dass die Zuschauerzahl "gegenüber den Vorjahren natürlich geringer als erwartet" ausgefallen sei. "Wir können verstehen, dass für viele Menschen der Besuch einer Großveranstaltung aktuell kein Thema war und ist."

Kein Covid-Fall auf der Herbstmesse

Dass die Zahlen erst jetzt - zehn Tage - nach Abschluss der Messe bekannt gegeben wurden, begründete Tichy-Treimel damit, dass man die zehntägige Inkubationszeit habe abwarten wollen. "Wir freuen uns, dass sich unsere Bemühungen gelohnt haben und es keinen einzigen Covid-Fall im Zusammenhang mit der Herbstmesse gegeben hat", sagte sie. Teil des Sicherheitskonzepts war unter anderem die Maskenpflicht in den Hallen und an den Messeständen - im Freigelände abseits der Stände war das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes freiwillig. Alle Personen wurden registriert.

Einige der 370 Aussteller hätten trotz der geringen Besucherzahl zufriedenstellende Ergebnisse erzielt, so die Messe-Geschäftsführerin. Das Fehlen der Massen hätten aber natürlich viele Aussteller auf der Umsatzseite zu spüren bekommen. Man habe den Ausstellern deshalb unmittelbar nach Messeabschluss eine Reduktion der Standmieten angeboten. Zu den finanziellen Auswirkungen der Herbstmesse auf die Messegesellschaft sagte Tichy-Treimel, dass die Besuchererlöse lediglich zehn Prozent des Umsatzes ausmachen würden.

Nachdem aktuell der gesamte Bezirk Dornbirn auf der Corona-Ampel orange eingefärbt ist, hat die Dornbirner Messegesellschaft schon vor Tagen alle noch für heuer geplant gewesenen Messen abgesagt. Bei der Ampelfarbe Orange sind in Vorarlberg höchstens 250 Besucher zugelassen und ist Gastronomiebetrieb untersagt. Das verunmögliche die Durchführung der Messen trotz Sicherheits- und Hygienekonzept. Das gesamte Team der Messe Dornbirn wird laut Tichy-Treimel ab Oktober wieder in Kurzarbeit gehen, nichtsdestotrotz nehme man die Planungen für 2021 in Angriff.

"Unsere Aufgabe als Messeveranstalter ist es nun, österreichweit in den nächsten Wochen und Monaten Lösungen zu finden. Unser oberstes Ziel ist es, Planbarkeit und Sicherheit für die gesamte Branche und für alle beteiligten Personen zu schaffen", betonte Tichy-Treimel, die auch Präsidentin der Messen-Austria-Arbeitsgemeinschaft ist. Die Planungen für das kommende Jahr müssten die Messeveranstalter und die Aussteller baldigst starten, damit Veranstaltungen wieder in der gewohnten Größenordnung durchgeführt werden können.

Ticker zur Pressekonferenz

(APA)

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