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Notwasserversorgung auf Schiene gebracht

Ein neuer Wasserverband soll auch in Schnifis die Wasserversorgung, auch in wasserarmen Zeiten, sicherstellen
Ein neuer Wasserverband soll auch in Schnifis die Wasserversorgung, auch in wasserarmen Zeiten, sicherstellen ©Michael Mäser
Ein neuer Wasserverband soll künftig die Wasserversorgung sicherstellen.

Schnifis. Die allgemeine Wasser-Situation in den Hanggemeinden Schnifis, Röns, Düns und Dünserberg veranlasste die betroffenen Kommunen dazu, dass Projekt „Notwasserversorgung“ ins Leben zu rufen. Grund dafür vor allem, dass gerade in den niederschlagsarmen Sommern der letzten Jahre die Quellschüttung in den Berggemeinden so stark zurückgegangen ist, dass vor allem Röns und Düns mit den Wassermengen an ihre Grenzen gestoßen sind. Ein Notwasserverbund zwischen Schlins und Bludesch besteht bereits – nun soll der Verbund auf die Berggemeinden ausgeweitet werden. 

Berggemeinden mit Wasser versorgen 

Der Grundgedanke für den neuen Wasserverband Bludesch – Schlins – Röns – Schnifis – Düns – Dünserberg ist dabei, dass die wasserreichen Ortschaften Schlins und Bludesch gerade in einer Notlage die Berggemeinden mit Wasser versorgen sollen. Dazu zeigte eine Studie bereits, dass die Gemeinde Schlins an starken Tagen rund 14 l/s benötigt – Schlins allerdings so wasserreich ist, dass die Quelle sogar mindestens 30 l/s liefern kann. Auch wenn die Versorgung der eigenen Bevölkerung Priorität hat, sind die Voraussetzungen in Schlins für die Errichtung eines Wasserverbandes größtenteils gegeben. 

Zusätzlicher Hochwasserbehälter in Schnifis 

Eine solcher Wasserverband bringt allerdings weitere Vorteile und es könnte künftig in beide Richtungen Wasser transportiert werden – bei Wasserknappheit aus dem Grundwasser in die Hanggemeinden und bei Überwasser aus den Hanggemeinden in die Talsohle. In den vergangenen Monaten wurden nun verschiedenste Varianten für die Wasserversorgung ausgearbeitet, wobei schlussendlich der Bau eines zusätzlichen Hochwasserbehälters in Schnifis mit einem minimalen Speichervolumen von 347 Kubikmeter unerlässlich scheint. 

Projekt bereits weit fortgeschritten

Nach Prüfung der verschiedensten Varianten soll nun ein regionaler Verbund zur Not- und Zuschusswasserversorgung gegründet werden. Die entsprechenden Grundsatzbeschlüsse wurden in den Gemeindevertretungen beschlossen, wobei diesbezüglich festgehalten wird, dass die Investitionskosten unter den Gemeinden aufzuteilen sind. In einem nächsten Schritt werden nun Angebote für die Fachbegleitung des Projektes und die Gründung eines Wasserverbandes eingeholt. Das Projekt ist dabei bereits weit fortgeschritten und die Verantwortlichen hoffen mit dem Start der baulichen Umsetzung des Vorhabens noch in diesem Jahr. MIMA

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