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Norovirus: Bei uns keine Epidemie

Österreich hat - im Gegensatz zu Deutschland - derzeit kein größeres Problem mit dem Norovirus, der heftige Magen-Darm-Erkrankungen auslöst.

Derzeit registriere man hier zu Lande „kein gehäuftes Auftreten“, sagte Jürgen Beilein, Sprecher von Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (V), am Montag zur APA. Lediglich am LKH Klagenfurt habe es vergangene Woche mehrere Fälle gegeben: Ein Patient hatte die hochansteckende Krankheit eingeschleppt. Eine Epidemie der Norovirus-Infektion sei in Österreich jedoch nicht in Sicht, so Beilein.

In Deutschland hingegen rechnet das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) heuer mit einem neuen Höchststand an derartigen Erkrankungen, berichtete die dpa am Montag. Seit Oktober 2006 seien dort mehr als 49.700 Fälle gemeldet wurden. Die Dunkelziffer schätze man als weit höher ein. Am Wochenende soll laut der Nachrichtenagentur in Deutschland ein Patient an der Magen-Darm-Infektion gestorben sein. In Österreich habe die Krankheit bisher keine Todesopfer gefordert, so Beilein.

Wann die Viruswelle in Deutschland ihren Höhepunkt erreicht, sei nicht abzuschätzen, sagte die Sprecherin des RKI, Susanne Glasmacher, zu Reuters. Das Robert-Koch-Institut rechne mit rund einer Millionen Erkrankten in Deutschland. Bei der Verbreitung des ansteckenden Virus handle sich um eine Winterepidemie, wie sie bereits im Jahr 2002 in ähnlicher Form auftrat, so Glasmacher zur dpa.

In den Jahren 2005 und 2006 starben in Deutschland insgesamt 31 Menschen an Norovirus-Infektionen – darunter 24 Patienten über 80. Auch ein Säugling fiel der Krankheit zum Opfer. Im Vergleich dazu sterben dort pro Jahr allerdings durchschnittlich 10.000 Menschen an den Folgen einer Grippe.

Noroviren sind weltweit verbreitet. Eine Infektion führt zehn bis 50 Stunden nach der Ansteckung zu starker Übelkeit, plötzlich einsetzendem Erbrechen, Bauchkrämpfen und Durchfällen. Die Krankheit sei für Betroffene zwar äußerst unangenehm, nach drei Tagen klingen die Symptome allerdings wieder ab, sagte Jürgen Beilein. Um den Körper vor Austrocknung zu schützen, empfehle sich verstärkte Flüssigkeitszufuhr.

Die Viren werden mit Erbrochenem und über den Stuhl ausgeschieden – nach dem Gang zur Toilette sollte man sich daher besonders gründlich die Hände waschen, meinte der Sprecher. Auch Türgriffe sollten desinfiziert werden – sie gelten als “Überträger“.

Der Norovirus tauche in Österreich „hin und wieder“ auf, sagte Beilein. So etwa im November 2006, als der Erreger in einer oststeirischen Schule 170 Schüler flach legte. Auch für eine Massenerkrankung von über 100 Schülern in Eisenstadt im September vergangenen Jahres wurde der hochansteckende Virus verantwortlich gemacht.

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