Nochmals New Orleans auf dem Dampfer

Die Prognosen stehen gut, dass es zum Dixie-Sound auch einen stimmungsvollen äußeren Rahmen mit Sonnenuntergang gibt.
Die Prognosen stehen gut, dass es zum Dixie-Sound auch einen stimmungsvollen äußeren Rahmen mit Sonnenuntergang gibt. ©stp

Spannende Saison der “Hohentwiel” mit gastronomischer Neuausrichtung geht zu Ende.

Hard. (stp) Anfang Oktober, wenn Tausende Freizeitkapitäne ihre Boote aus dem Wasser holen, steuert auch der Bodenseedampfer “Hohentwiel” seinen Heimathafen an, um seinen knapp sechs Monate dauernden Winterschlaf anzutreten. Ein Altweibersommer wie aus dem Bilderbuch begleitet das stolze Schiff auf seinen letzten Fahrten des Jahres – so war es nicht verwunderlich, dass zur Vollversammlung des Vereins mehr als 200 Mitglieder der Einladung gefolgt waren und einen Tag lang zwischen Hard, Romanshorn und Friedrichshafen den goldenen Herbst genießen durften.

Neue Gastronomiequalität

Nach 21 Jahren betraten die Verantwortlichen gastronomisches Neuland – Haubenkoch und “Schlossherr” Heino Huber übernahm als Partner in einer schiffseigenen Gastronomiegesellschaft die Küche auf dem Dampfer. Rund 250.000 Euro ließ man sich die Modernisierung der Küche kosten, dazu kamen noch Investitionen in neues Geschirr und Besteck sowie das neue Outfit der Servicecrew, die Lucy Werner als neue Gastronomieleiterin unter ihre Fittiche nahm.”Mit den neuen Möglichkeiten der Küche”, so Kapitän Adi Konstatzky, “und den innovativen Konzepten der neuen Gastronomie-Mannschaft ist uns heuer ein echter Qualitätsschub geglückt, der von den Gästen auch honoriert wurde.” Man habe nicht versucht, “das Rad neu zu erfinden”, aber mit der gastronomischen Neuausrichtung “haben wir eine Entwicklung eingeleitet, die den hohen Ansprüchen, die nicht nur unsere Gäste, sondern auch wir an uns selbst stellten, auch in Zukunft gerecht wird. Der Wettbewerb ist auch auf dem See härter geworden – dieser Herausforderung haben wir uns gestellt und die Bilanz der zu Ende gehenden Saison gibt uns recht.”

Finale mit Swing und Jazz

174 Fahrten wird die “Hohentwiel” in dieser Saison hinter sich haben, wenn sie in gut einer Woche zum letzten Mal den Heimathafen Hard ansteuert. Zuvor geht es aber noch einmal rund an Bord, wenn am Sonntag die Devise “New Orleans” ausgegeben wird und Burkhart Spellenberg mit “Dixie’s Treibhaus Ventil” sein Schlusskonzert spielt. “Dixieland – Jazz on Board” ist binnen weniger Jahren zu einem Klassiker auf dem Dampfer geworden. Fast zwei Dutzend Dixieland-Fahrten wurden heuer absolviert, neben den traditionellen Abendfahrten ist der Dixie-Dampfer vermehrt auch am Nachmittag auf der Route Lindau-Kaiserstrandhotel-Bregenz unterwegs.

Musik ist Trumpf

Die gefragten Dixie-Fahrten werden auch in der nächsten Saison einen Eckpfeiler des Angebots bilden. Ebenso die Festspiel-Fahrten, mit denen – anders als bei den Festspielen selbst – der Boom ungebrochen war. “Rund ein Dutzend Fahrten waren komplett gechartert und auch die öffentlich ausgeschriebenen Fahrten waren sehr gut gebucht, wir sind fast zu allen Aufführungen gefahren”, fasst Kapitän Konstatzky zusammen.

Festspiele

Stichwort Festspiele: Klassische Musik soll das neue Projekt werden, denn “wir möchten auch hier Akzente setzen und im kommenden Jahr entsprechende Fahrten anbieten, um unser Musikangebot für die Klassikfreunde zu ergänzen. Ich bin sicher, es passt genau so gut wie der Dixie-Sound auf den Dampfer.”

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