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Noch keine Entwarnung

Trotz großteils sinkender Pegelstände war in den deutschen Überschwemmungsgebieten an Entwarnung vorerst nicht zu denken. Schröder trifft Länderchefs.

Tausende Helfer haben am Donnerstag die Sicherungsarbeiten an den Deichen fortgesetzt. Der niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel sagte im ZDF-Morgenmagazin, die Sorge sei nicht mehr die Höhe der Flutwelle. Gefährlich sei vielmehr, dass die Elbe noch lange stehe, die Deiche durchweichen und es dann doch noch zu Brüchen komme. Auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern blieb die Lage kritisch.

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder berät am Donnerstag mit den Ministerpräsidenten der Länder über die Finanzierung des Wiederaufbaus nach der Hochwasserkatastrophe. Zuvor will Schröder mit Vertretern der Wirtschaft das Thema erörtern. Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) will zusammen mit CDU-Chefin Angela Merkel das Unionskonzept für die Hilfen vorstellen. Die Union hatte angekündigt, eine Finanzierung über die Verschiebung der zweiten Stufe der Steuerreform von 2003 auf 2004 nicht zu blockieren.

In Sachsen fließt das Hochwasser der Elbe weiterhin in hohem Tempo ab. Auch in Sachsen-Anhalt und in Brandenburg entspannte sich die Lage weiter. Im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt lag der Pegel am Donnerstag früh bei 5,99 Metern, in Torgau bei 6,08 Metern. Um Mitternacht war die Elbe in Dresden noch 4,64 Meter hoch. „Normal“ sind dort zwei Meter.

Angespannt blieb die Lage in Norddeutschland. Schneller als erwartet näherte sich die Flutwelle der Elbe. in Lauenburg (Schleswig-Holstein) betrug der Pegel am Morgen 8,61 Meter. Das Wasser stieg stündlich um zwei bis drei Zentimeter. Mit dem Höchststand vom 9,10 Metern wird am Samstag gerechnet.

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