Niki Lauda empört über Schumacher-Cover der Titanic

Dieses Cover lässt die Wogen hochgehen.
Dieses Cover lässt die Wogen hochgehen. ©Titanic
Dem Satiremagazin "Titanic" eilt ohnedies ein zweifelhafter Ruf voraus: Zu oft schon, so Kritiker, habe das Blatt des "Humors" willen über die Stränge geschlagen. Doch diesmal sind die Verantwortlichen sogar für Hartgesottene zu weit gegangen.
Wirbel um Titanic-Papst-Cover
Breitseite auf den Papst

“Mit Erstaunen” haben die Blattmacher der Titanic die Reaktion Niki Laudas zum Cover der Februar-Ausgabe zur Kenntnis genommen. Zumindest verlautete es so in einer eilends ausgesendeten Presserklärung. Heimlich dürfte man aber doch mit dem Wirbel gerechnet, wenn nicht gar darauf spekuliert haben. So ja bereits geschehen bei dem weithin umstrittenen Papst-Cover, wo ein Sturm der Entrüstung für herausragende Verkaufszahlen und volle Kassen sorgte.

Niki Lauda entsetzt

Doch ist des schnöden Mammons wegen mittlerweile alles erlaubt? “Exklusiv! Erstes Foto nach dem Unfall”, heißt es auf dem Titel der nun so umstrittenen Februar-Ausgabe: “So schlimm erwischte es Schumi”. Darüber zu sehen ist das vertraute, vom Unfall auf dem Nürburgring gezeichnete Gesicht von Niki Lauda, wie der seit einem Skiunfall im Koma befindliche Michael Schumacher einst Formel-1-Weltmeister.

Selbst Fans tiefschwarzen Humors müssen hier wohl zweimal Schlucken. Niki Lauda jedenfalls ist entsetzt, findet gegenüber “heute.at” folgende Worte: “Das Cover ist eine bodenlose Frechheit, absolut indiskutabel und völlig pietätlos”. Und Lauda weiter: “Wer bitte druckt so einen Schwachsinn?” Selbst die – ansonsten wenig zartbesaitete – britische Presse reagierte auf das Cover, und berichtete in kritischem Ton.

Titanic/ Niki Lauda/ Februar 2014 COVER

“Titanic” mit “Entschuldigung”

“Die Kritik von Herrn Lauda macht uns betroffen”, schreibt “Titanic”-Chefredakteur Tim Wolff in seiner Stellungnahme. “Immerhin gelang es uns, als erstes Boulevardmedium noch vor ‘Bild’, ‘Bunte’ und der ‘Tagesschau’ ein Foto des verunfallten Nationalhelden Michael Schumacher zu veröffentlichen.”

Weiter heißt es in der “Titanic”-Mitteilung: “Wir haben unter Einhaltung der üblichen journalistischen Moralstandards einen Investigativ-Reporter als Krankenschwester verkleidet und in die Grenobler Klinik geschickt. Sollte es dabei zu einer tragischen Verwechslung mit einem anderen prominenten Crashpiloten gekommen sein, bedauern wir das ein bisschen.” Alles Worte, die wohl kaum dazu geeignet sind, die Wogen zu glätten.

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