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Niedrige Honigerwartungen in diesem Jahr

Auch die Bienen in Altach kämpfen mit Problemen
Auch die Bienen in Altach kämpfen mit Problemen ©Michael Mäser
Auch der Bienenzuchtverein Altach wird in diesem Jahr aufgrund der Witterungsbedingungen mit Einbussen beim Honigertrag zu kämpfen haben.

Altach. (mima) Bereits Albert Einstein hat erkannt, dass wenn die Biene von der Erde verschwindet, habe der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben. Aufgabe der Bienen auf unserem Planeten ist dabei aber nicht nur Honig zu produzieren, sondern sie übernehmen auch die Bestäubung von Abermillionen von Blüten – an Obstbäumen, in Gemüsegärten, auf Wiesen, Feldern und in Wäldern.

Honig wurde wieder aufgezehrt

So freuten sich auch die rund 15 Imker und deren Bienen des Bienenzuchtverein Altach über den frühen Frühlingsbeginn im Ländle. Die Entwicklungstracht bzw. Weidenblüte konnte in dieser Zeit von den Bienen sehr gut genutzt werden. Doch die niedrigen Temperaturen in den vergangenen Wochen schadeten den kleinen Insekten nun wieder sehr: „Das Nahrungsangebot ist durch den Kälteeinbruch und den Frost stark zurück gegangen.. Der eingetragene Honig wird während der Kälteperiode wieder aufgezehrt. Eventuell müssen die Bienen dazu noch zusätzlich gefüttert werden“ erklärt der Obmann des BZV Altach Arno Halbeisen. Die Frühjahrstracht wurde stark in Mitleidenschaft gezogen, da viele Blüten erfroren sind. „Die Honigerwartungen sind sehr niedrig für dieses Jahr“ blickt der Obmann mit Sorgenfalten in die nächsten Monate.

Neue Imker werden gebraucht

Aber nicht nur der Kälteeinbruch im Frühjahr macht den Bienenfreunden zu schaffen, auch das vieldiskutierte Bienensterben hat Altach getroffen. „Wir sind insgesamt mit über 150 Völker in den Herbst/Winter gegangen und nur 65 Völker haben diesen überlebt“, so Arno Halbeisen. Viele Mitglieder hatten mit Totalverlusten zu kämpfen, wo kein Volk überlebt hat. „Wir brauchen aktive Imker in Altach – jetzt mehr als wie früher“, hofft der Vereinsobmann auch in diesem Bereich auf Zuwachs.

Jeder kann was tun

Aber auch jeder Einzelne kann etwas Gutes für die Bienen tun. „Wichtig ist es, im Garten auf Bienennahrung zu achten, wenn Pflanzen, Bäume und Sträucher gesetzt werden“, erklärt Halbeisen. Und auch beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sollte auf Bienenverträglichkeit geachtet werden. Alle die sich mehr zum Thema Bienen informieren wollen, sind beim Bienenzuchtverein Altach herzlich willkommen. Dazu findet am 2. Juli auch der traditionelle Bienenmarkt im Schnabelholz statt. 

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