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Niederlande ist im WM-Achtelfinale

Die Niederlande hat sich am Freitag als fünfte Mannschaft nach Deutschland, Ecuador, England und Argentinien für das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland qualifiziert. 

Die als ausgeglichen angesehene Gruppe C ist wider den Erwartungen schon nach dem zweiten Spieltag entschieden. Mit einem 2:1-Sieg am Freitag über die Elfenbeinküste folgten die Niederlande den Argentiniern ins Achtelfinale der Fußball-WM. Die Afrikaner müssen bei ihrem Debüt dagegen schon nach der Gruppenphase die Heimreise antreten. Nach flotter ersten Hälfte in Stuttgart brachten die Holländer die drei Punkte auf “italienische Art” über die Zeit und mauerten sich in die k.o.-Runde.

Das mit 50.000 Zuschauer ausverkaufte Gottfried-Daimler-Stadion präsentierte sich als orangenes Meer, der Farbe beider Mannschaften, wobei die niederländischen Fans klar in der Mehrzahl waren. Sie sahen ihr Team gleich zu Beginn in der dominierenden Rolle, die Ivorer wirkten nach dem 1:2 gegen Argentinien nervös. Jedenfalls machten sie ihre Ankündigung wahr und agierten weitaus defensiver als im ersten Match.

Das große und von vielen erwartete Fußballspektakel brauchte dadurch etwas Anlauf – und Tore. Denn so ball- und kombinationsstark sich das “Bondsteam” auch präsentierte, so ungefährlich waren sie in der Anfangsphase. Die erste Chance verbuchte der WM-Debütant durch Yaya Toure (17.), zuvor hatte der kolumbianische Schiedsrichter ein Elferfoul an Emmanuel Eboue nicht gepfiffen (12.). Bezeichnenderweise fiel das 1:0 mit dem ersten Torschuss der Niederländer durch eine Standardsituation. In der 23. Minute versenkte Robin van Persie einen Freistoß aus 20 Metern, wobei Keeper Jean-Jacques Tizie keine gute Figur machte. Vier Minuten später und mit dem zweiten Torschuss erhöhte Ruud van Nistelrooy nach Pass von Arjen Robben auf 2:0 (27.).

Durch den 0:2-Rückstand mussten die Afrikaner ihr zurückhaltendes Konzept aufgeben. Ein Lattenschuss von Didier Zokora in der 33. Minute weckte wieder den Angriffsgeist, der nur wenig später zum verdienten Anschlusstreffer führte. Ausgerechnet Kone, der beim 0:1 noch geschlafen hatte, traf nach einem Solo von der Strafraumgrenze unhaltbar ins Kreuzeck. Die Niederländer reagierten ungewohnt und legten nicht etwa einen Zahn zu, sondern schalteten noch einen Gang hinunter. Sicher agierte die Oranje-Defensive aber nicht immer. Kurz vor der Pause ließ Didier Drogba eine gute Konterchance ungenützt (42.), unmittelbar vor dem Abpfiff schoss Yaya Toure drüber.

Nach dem Seitenwechsel stellten die Ivorer auf drei Spitzen um, vermochten es aber nicht, die Niederländer unter Druck zu setzen. Vor allem Kapitän Drogba blieb einiges schuldig. Rechtsverteidiger Eboue hatte nach Pass von Romaric die einzige herausgespielte Chance (70.). Sieben Minuten später klärte Van Persie bei einem Eckball auf der Linie. Schwindende Kräfte verhinderten bei den Kickern der Elfenbeinküste eine starke Schlussoffensive.

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