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Neustart in 2385 Meter Höhe

Kornelia Müller aus Brand ist die neue Hüttenwirtin der Tot­alp­hütte im Rätikon.

Natürlich waren die Männer vom Alpenverein, die über ihre Bewerbung als neue Hüttenwirtin auf der Totalphütte zu entscheiden hatten, zunächst etwas skeptisch. Aber Kornelia Müller aus Brand hat sie mit Charme und vor allem ihrem festen Willen überzeugt. Seit einer Woche nun führt sie in 2385 Meter Seehöhe auf der Totalphütte, am Aufstieg vom Lünersee zur Schesaplana, das Kommando. „Für mich ist es ein Neuanfang und eine große Herausforderung zugleich“, bekräftigt die 48-jährige Brandnertalerin. Dass sie der Weg in die Selbstständigkeit gleich in eine derartige Höhenlage führen würde, hätte die beherzte Pächterin vor einiger Zeit auch noch nicht gedacht. „Mein Traum war es aber immer schon, einen Betrieb eigenverantwortlich zu führen. Jetzt habe ich die Chance dazu, und die will ich auch nützen“, sagt sie mit fester Stimme.

Reichlich Erfahrung

Erfahrung hat Kornelia Müller im Gastrobereich reichlich gesammelt. Lange war sie im Ötztal im Tourismus tätig, die vergangenen Jahre schließlich in ihrem Heimatort Brand. Vor 13 Jahren hat die Restaurantfachfrau zudem die Unternehmensprüfung fürs Gastgewerbe erfolgreich absolviert. Nun also wird sie auf der Totalphütte ihre erste Saison angehen. Als Nachfolgerin von Helmut Gasser, der die Hütte, dem im Bergsommer vielbesuchten Tourenziel, viele Jahre bewirtschaftet hat und nun in den Ruhestand ging. „Mit der Ruhe wird es bei mir in der nächsten Zeit sicher nichts werden“, erwartet Kornelia Müller eine eher stürmische Anfangszeit ihrer Arbeit auf der Hütte. „Das erste Jahr wird sicher ein Lernjahr für uns alle.“

Unterstützung

Die ambitionierte Hüttenwirtin darf aber auf die volle Unterstützung durch ihr Hüttenteam hoffen. Das ist mit zwei Nepalesen, einem Steirer, einem Marokkaner, einem gebürtigen Türken und einer jungen Frau aus Muntlix gleichsam international besetzt – und alle haben Hüttenerfahrung. In Küche und Service sollte also die Versorgung auf der Totalphütte klappen. Zudem hat Kornelia Müller einiges investiert in die technische Aufrüstung, etwa in ein elektronisches Boniersystem. Leicht unter Spannung steht Kornelia Müller, was die Energieversorgung auf der Hütte angeht. „Ich hoffe, das vorhandene Diesel-Aggregat leistet immer gute Dienste.“ Ihr Wunsch für die Zukunft ist, dass auch die Totalphütte eine Elektrifizierung erfährt. Ein Zuwachs an Komfort könne der Attraktivität der Hütte einen weiteren Schub geben, ist die neue Hüttenwirtin überzeugt.

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