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Neuseeland-Terror: Sellner beklagt mediale "Vorverurteilung"

Pressestatement in Türkenschanzpark verlegt
Pressestatement in Türkenschanzpark verlegt ©APA
Identitären-Sprecher Martin Sellner hat am Freitagnachmittag doch noch einen kurzen Presseauftritt absolviert.
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Neuseeland-Terror - Hausdurchsuchung in Österreich

Da das ursprünglich von ihm gewählte Cafe in Währing aufgrund des angekündigten Pressestatements kurzfristig zusperrte, verlegte Sellner das Statement in den nahegelegenen Türkenschanzpark. Umringt von einer Traube aus Journalisten und Polizisten beklagte er die “mediale Vorverurteilung” seiner Person.

Sellner nutzte die Gelegenheit, um sich erneut als Opfer darzustellen und aus dem Manifest des Attentäters zu zitieren. Dieser habe mit seiner Spende an Sellner den Identitären schaden wollen, zeigte er sich überzeugt. Er zitiere das Manifest nicht, um die “kranken Ideen” des Attentäters zu verbreiten, sondern um dessen Strategie zu erklären, versicherte Sellner. Denn der Attentäter habe “gemäßigtere Gruppen” aus dem Weg räumen wollen.

Sellner bestreitet Kontakt zu Attentäter

Die “Vorverurteilung” durch die Medien und das “völlig überzogene” Verhalten der Behörden bringe ihn und seine Familie in Gefahr, meinte Sellner. Dem Ergebnis der Hausdurchsuchung, das er für Ende kommender Woche erwartet, sehe er aber gelassen entgegen, betonte er einmal mehr. Er bekräftigte, abgesehen von einem Dankesmail wegen der Spende keinen weiteren Kontakt zum Attentäter gehabt zu haben.

Um auf die seiner Meinung nach ungerechtfertigte Reaktion auf die Spende hinzuweisen, habe er selbst nun 15 Euro an die SPÖ gespendet. Die SPÖ habe zum Attentäter jetzt “eine ähnlich große Verbindung” wie er, meinte Sellner.

Obmann Sellner wurde US-Visum verweigert

Dem Obmann der Identitären Bewegung Österreich (IBÖ), Martin Sellner, ist das ESTA-Visum für die Einreise in die USA verweigert worden. Das erklärte der rechtsextreme Aktivist am Donnerstag in einem Posting auf dem sozialen Kurznachrichtendienst “Twitter”. Kritik übte er an der FPÖ: “Danke @HCStracheFP für die tolle Rechtsstaatlichkeit”, so Sellner.

Laut dem Tweet des Identitären-Chefs wurde seitens der US-Behörden sein “Hintergrund” als Grund für die Visa-Aberkennung angegeben. Seitens der US-Botschaft wollte man diesen individuellen Fall auf Anfrage der APA nicht kommentieren.

“Kann Verlobte nicht mehr besuchen”

“Jetzt kann ich meine Verlobte und ihre Familie nicht mehr besuchen, oder dort wie geplant heiraten!”, beklagte sich Sellner. Der Aktivist ist mit der US-Autorin und YouTuberin Brittany Pettibone liiert, die als eine Promoterin der “Neuen Rechten” in den USA gilt.

Sellner stand in den vergangenen Tagen auch im Fokus internationaler Medien, nachdem bekannt wurde, dass er 2018 eine Spende des Attentäters von Christchurch/Neuseeland in Höhe von 1.500 Euro erhalten hatte. Seitdem laufen Ermittlungen gegen den Obmann der Identitären, und zwar wegen des Verdachts der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung. Auch war am Montagabend eine Hausdurchsuchung bei Sellner durchgeführt worden.

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