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Warum forderte Covid-19 so viele Tote in Hard?

Das Sozialzentrum in Hard.
Das Sozialzentrum in Hard. ©Stiplovsek
Die Gemeinde Hard ist trauriger Spitzenreiter bei den Covid-19-Toten in Vorarlberg. Von 40 Erkrankten starben neun Personen. Alle Verstorbenen waren Bewohner im Sozialzentrum Hard. In keinem anderen Altersheim in Vorarlberg konnte das Virus derart wüten. Wie konnte es dazu kommen?

Bislang starben insgesamt 19 mit Covid-19 infizierte Personen in Vorarlberg. Allein neun davon stammten aus dem Sozialzentrum in Hard. Auch in andere Pflege- und Altersheime drang das Virus ein, in keinem konnte sich das Virus so ausbreiten wie in der SeneCura-Einrichtung. "Das macht uns, die Hausleitung, und sämtliche Mitarbeitende sehr betroffen und traurig. Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Familien und Freunden", erklärt Wolfang Berchtel, Regionaldirektor der SeneCura Vorarlberg.

Wie gelangte das Virus in das Sozialzentrum?

"Wie das Virus in unser Sozialzentrum gelangt ist, lässt sich derzeit nicht mit Gewissheit sagen. Im Unterschied zu anderen Sozialzentren unserer Gruppe wurden in der Einrichtung in Hard viele Kurzzeitpflegefälle betreut, wodurch ein höherer Austausch an Bewohnern in der Phase vor den Isolationsmaßnahmen stattgefunden hat", so Wolfgang Berchtel. Dies bedinge auch eine höhere Anzahl an Besuchern und Therapeuten, die die Bewohner in der Einzugsphase in unserer Einrichtung betreuten. "Durch diesen starken 'Personenverkehr' und die in diesem Falle unglücklich lange asymptomatische Inkubationszeit ist es unmöglich, trotz der raschest eingeführten Maßnahmen zur Prüfung von Kontakthistorien (Besucherlisten, etc.) die Quelle zu finden, die das Virus ins Haus gebracht hat", erklärt Berchtel.

"Haben Hygienemaßnahmen penibel umgesetzt"

Das Personal im Sozialzentrum habe alles in seiner Macht Stehende getan, um eine Ausbreitung zu verhindern. "Selbstverständlich haben wir - wie auch schon zuvor - dabei die behördlich vorgeschriebenen Schutz- und Hygienemaßnahmen penibel umgesetzt: Alle Mitarbeiter haben mit entsprechender Schutzausrüstung gearbeitet, die ausreichend vorhanden war", so Berchtel weiter. Auch habe man das Land sofort um Testungen gebeten, die seitdem regelmäßig durchgeführt würden.

Infizierter Bewohner in "coronafreies" Heim verlegt

Auf VOL.AT-Anfrage bestätigt SeneCura, dass ein Bewohner aus dem stark betroffenen Sozialzentrum (23 infizierte Bewohner, 15 infizierte Mitarbeiter, neun Tote) ins Haus am See, das bis dato noch keinen einzigen Covid-19-Fall zu verzeichnen hatte, gebracht wurde. Eine Vorgehensweise, die angesichts der Tatsache, dass es sich hier um ein massives gesundheitliches Risiko für die restlichen Bewohner handelt, zumindest Fragen aufwirft. Auf Nachfrage erklärt die Heimleitung die Verlegung wie folgt: Er benötigte einen Langzeitpflegeplatz, der im Sozialzentrum nicht verfügbar war. "Der Bewohner wurde sofort nach dem Einzug – in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Behörden - vorsichtshalber isoliert. Leider entwickelte er nach einigen Tagen Covid-19-Symptome und wurde sofort – wieder in enger Abstimmung mit der Landesgesundheitsbehörde – ins Krankenhaus gebracht", so Berchtel. Der betroffene Heimbewohner blieb der einzige Infizierte, glücklicherweise blieb das Haus am See ansonsten "coronafrei".

(Red.)

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