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Neuland unter den Sandalen: Ein Benediktiner auf dem Jakobsweg

Susanna Mayer und Roland Pizzi
Susanna Mayer und Roland Pizzi ©Birgit Loacker
Pater Christoph Müller ließ die Besucher in die Faszination des Jakobsweges eintauchen
Faszination des Jakobsweges

Götzis Nach mittelalterlichem Verständnis ist jeder Mensch, allein durch die Tatsache, dass er Mensch ist, ein „homo viator“, ein Pilger. Jeder Mensch ist beständig unterwegs. Man kann sich aber auch ganz bewusst als Pilger aufmachen, so wie Pater Christoph Müller.

Ora et Labora – das sind zwei wichtige Bestandteile der benediktinischen Ordensfrömmigkeit. Bei Pater Christoph aus dem Kloster Einsiedeln in der Schweiz kommt eine dritte hinzu: das Pilgern. „Dass ich damals den Schritt ins Internat des berühmten Wallfahrtsortes Einsiedeln tat, hatte allein mit meiner Faszination für afrikanische Wildtiere zu tun. Ich wollte Missionar werden und unter Löwen und Giraffen leben. Das ging aber nicht ohne Abitur. So kam ich ans Gymnasium des Klosters Einsiedeln“, erzählt Müller. Den Wallfahrtsbetrieb nahm er dabei in Kauf. Er störte nicht, war aber auch nicht seine Welt. In Einsiedeln wohnte ein Ehepaar, dem der Jakobsweg viel bedeutete. Eines Tages gingen sie zum frisch gewählten Abt Martin und schlugen vor, dass einer der Mönche mit ihnen eine Reise zu den französischen Abteien unternehmen sollte, um ihm nachher darüber zu berichten. Abt Martin fand die Idee gut, und Pater Christoph war der Auserwählte.

In Vézelay tauchte der Wunsch auf, den Jakobsweg zu gehen

„Meine Begleiter drückten mir einen Pilgerstab in die Hand. Der Aufstieg zur Kirche, die alten Steinfliesen, das Betreten der Basilika und das stille Verweilen im heiligen Raum, der Gedanke an Tausende Pilger, die im Laufe der Jahrhunderte hier gebetet hatten – dass alles berührte mich zutiefst. Spontan stieg in mir der Wunsch auf, selbst den Jakobsweg zu erkunden“, erinnert sich Pater Christoph.

Was das Übernachten betraf wollte Pater Christoph auf keinen Fall auf ein Zelt verzichten. Er hatte einen Film gesehen, der ihm den Schlaf raubte. Auf den Betten sitzend, stachen Pilger einander die Blasen auf, überall hing nasse Wäsche herum, und es wurde geschnarcht. Hier würde er keinen Schlaf finden. Am 5. Juli 2003 begann das Abenteuer. „Go West!” dies wurde zur wichtigsten Pilgerregel, die ihn immer begleitete und nie im Stich ließ. Heute betreut Pater Christoph als Pfarrer die Gemeinden Blons, St. Gerold und Thüringerberg. Im Anschluss informierte dann die KAB über die geplanten Pilgerwanderungen im Frühjahr 2019. LOA

 

 

 

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