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Neues MRT-Gerät am LKH Bregenz

Anlieferung und Installation MRT 9.7.2015
Anlieferung und Installation MRT 9.7.2015 ©Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H.
Mehr Möglichkeiten für Ärzte und Patienten durch hohe Bildgebungsqualität
Neues MRT-Gerät am LKH Bregenz

Seit 2014 wurden am LKH Bregenz bauliche und organisatorische Vorbereitungen der besonderen Art getroffen, Anfang August war es nun so weit: Prim. Dr. Antonius Schuster und sein Team haben den 3Tesla-Magnetresonanztomographen nach mehreren Probeläufen in Betrieb genommen. Das Großgerät ist derzeit eines der besten am Markt, es wiegt 6,5 Tonnen. Der Bregenzer Radiologe rechnet mit 2500 Untersuchungen pro Jahr.

Die Installation des hochmodernen Magnetresonanztomographen in den Räumlichkeiten der Abteilung für Radiologie wurde seit vielen Jahren geplant und vorbereitet. Bisher wurden Krankenhauspatienten mittels Rettungstransport oder Taxi auswärtig durch einen externen Kooperationspartner untersucht. Der hohe organisationale Aufwand, geänderte medizinische Anforderungen, der aufwendige Transport, die langen Wartezeiten im niedergelassenen Bereich und steigenden Kosten hatten ein krankenhausinternes Gerät sinnvoll gemacht. „Mit unserem High-End-Gerät profitieren nun vor allem die stationären und nichttransportablen Patienten des LKH Bregenz, denen ein Transport aus medizinischen Gründen zum externen Kooperationspartnern nicht zugemutet werden konnte“, freut sich Prim. Dr. Antonius Schuster, MBA über die Inbetriebnahme.

An der Abteilung kann nun das gesamte Spektrum an bildgebenden Verfahren (Röntgen, Durchleuchtung, Mammographie, Ultraschall, Computertomographie, interventionelle Radiologie und nun auch Magnetresonanztomographie) angeboten werden. Mithilfe der Magnetresonanztomographie lassen sich Organe und Gewebe noch detaillierter darstellen und auf Veränderungen hin beurteilen. Je schneller, besser und genauer die Diagnosestellung erfolgt, desto zielgerichteter ist schließlich auch die Behandlung des Patienten. Der neue Magnetresonanztomograph hat eine Feldstärke von 3 Tesla und kostet 1,3 Mio. Möglich werden nun zahlreiche Spezialuntersuchungen an z.B. Herz und Leber u.v.m., aber auch – erstmalig in Vorarlberg – multimodale funktionelle Prostatauntersuchungen zur Vorsorgeabklärung beim Mann. Die Anschaffungskosten amortisieren sich durch kürzere stationäre Aufenthalte und Wegfall der Kosten für aufwendige Transporte und externe Untersuchungskosten.

Gesteigerte Genauigkeit durch hohe Feldstärke

Während der Untersuchung werden tausende Bilder mit besonders hoher Schärfe und Kontrast generiert. Auch Bewegungen im Körper wie etwa der Herzschlag lassen sich damit genau abbilden, was etwa beim Thema Myokarditis (entzündliche Erkrankung des Herzmuskels) oder beim Schlaganfall eine wichtige Rolle spielt. Aufgrund der hohen Qualität verkürzt sich zudem auch die Untersuchungszeit für die Patienten. Für Prim. Dr. Schuster bringt dieser Qualitätssprung noch einen weiteren Vorteil: Er ist Spezialist für Bildgebungen wie etwa Nervensonographien und für besonders kleine Gelenkpartien. Der Radiologe bzw. dann der Patient und dessen behandelnder Arzt profitieren von der hohen Auflösung der MRT-Bilder und der dadurch gesteigerten Genauigkeit in der Diagnose.

Raum- und Akustikklima sorgt für beruhigende Untersuchungsatmosphäre

„Besonderen Wert haben wir auf ein ausgesprochen angenehmes und patientenfreundliches Untersuchungsklima gelegt, dank einer neuen Technologien ist die Untersuchung nahezu geräuschlos“ freut sich Primar Schuster. Eine breite und kurze Untersuchungsröhre und ein spezielles Licht- und Akustiksystem sorgen für ein komfortables Raumklima und sollen verhindern, dass der Patient Platzangst bekommt: Virtuelle Fenster an Decke und Wand vergrößern den Raum. Der Patient kann wählen, welche Musik er hören will und bei welcher Lichtstimmung er sich am wohlsten fühlt. „Auch nur kleinste Bewegungen oder Unruhe eines angespannten oder ängstlichen Patienten beeinflussen die Bildqualität negativ, durch die Kombination der neuen Technologie und unsere Begleitmaßnahmen erreichen wir aber höchste Bildqualität“.

Vor der Untersuchung muss abgeklärt werden, ob eine MR-Untersuchung beim Patienten durchgeführt werden kann, sprich, ob ein Herzschrittmacher oder sonstige metallische Implantate am bzw. im Körper ausgeschlossen werden können. Eine MRT-Untersuchung kann zwischen 15 und 60 Minuten dauern. „Mit dem neuen MRT erweitern wir unser Spektrum als Servicepartner und Dienstleister für die klinischen Abteilungen am LKH Bregenz und Hohenems, aber auch die Spezialabteilungen am LKH Feldkirch“ erläutert Prim. Dr. Antonius Schuster. Im Herbst wird das Gerät offiziell eingeweiht und den interessierten ärztlichen Kollegen in Vorarlberg vorgestellt.

 

Zahlen/Fakten/Daten

Radiologie LKH Bregenz

  • Leiter: Primar Dr. Antonius Schuster, MBA (seit1.7.2011)
  • 8 Ärztinnen und Ärzte
  • RT-Team
  • Rund-um-die-Uhr Versorgung des LKH Bregenz, nächtlicher Rufbereitschaftsdienst
  • Gesamtes Spektrum der Radiologie (mit Ausnahme vaskuläre Angiographie): Röntgen, Durchleuchtungen, Mammographie, Ultraschall, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, diagnostische interventionelle Radiologie, therapeutische interventionelle Radiologie
  • Spezialuntersuchungen: Kontrastmittelsonographie, hochauflösende Nervensonographie, interventionell-radiologische Schmerztherapie, Wurzelinfiltrationen, gezielte Tumortherapie, Radiofrequenzablation, multimodale funktionelle Kernspintomographie der Prostata, … ultraschallgezielte Prostatabiopsie mit MR-Bildfusion
  • Privatordination

 

Quelle: Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H./Ulrike Delacher

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