AA

Neues Harder Strandbad wird naturnah und zukunftsfit

©Rendering
Guter demokratischer Prozess bringt breite Zustimmung für bodenständiges, leistbares Familienbad auf neuestem Stand

Die Harder Gemeindevertretung hat sich in einer breiten Diskussion mit mehreren Abstimmungspunkten auf die Detailplanung des neuen Harder Strandbades geeinigt. Im Fokus des neuen Harder Strandbades stehen die Orientierung auf das Naturerlebnis Binnenbecken, das mit einem schwimmenden 2 Meter tiefen Seewasserbecken ausgestattet werden soll und am ganzen Bodensee einzigartig ist. Mit einem nach Alter und Nutzung abgestuften Beckenkonzept vom Kleinkinderbecken über das Erlebnisbecken bis hin zum Schwimmerbecken wird das Harder Strandbad für Besucher aller Altersgruppen attraktive Angebote bieten. Fix dabei ist wieder eine große Rutsche, die noch länger wird als die bisherige. Die Beckenfläche im „großen“ Becken wird größer als bisher, der Tiefenverlauf hingegen verringert. Das hilft den Kindern im flacheren Bereich beim Schwimmen lernen. Im tieferen Bereich ist auch für Erwachsene das Schwimmen möglich. Daher wird dieses Becken im Vergleich zum Vorentwurf noch etwas breiter ausfallen.

Demokratische Abstimmung bringt klare Entscheidungen

Dies sind die Ergebnisse der Gemeindevertretungssitzung, bei der Bürgermeister Dr. Martin Staudinger erst nach eingehender Debatte alle einzelnen Wünsche der Fraktionen formulieren abstimmen ließ, um alle Ansichten auf Mehrheitsfähigkeit zu prüfen. Im demokratischen Diskussions- und Abstimmungsprozess wurden zunächst anhand des Vorentwurfs abgegebene Besucher:innenrückmeldungen präsentiert und mit dem Planer diskutiert. Über viele Punkte, die den Strandbad-Benutzer:innen wichtig sind, waren sich auch alle Gemeindevertreter:innen einig.

Nach der 2 stündigen Debatte wurden die konkreten Abstimmungsfragen, über die kein vollständiger Konsens bestand, gemeinsam mit allen Fraktionsobleuten formuliert. So wurde jeder Punkt, der einer Fraktion wichtig war, zur offenen demokratischen Abstimmung gestellt. Der Verzicht auf das Seebecken und auf die Stufen wurde abgelehnt, die Errichtung des Seebeckens mit 2 Meter tiefem Boden sowie die Vergrößerung des Erlebnisbeckens wurde mehrheitlich angenommen. „Mit dieser Vorgangsweise sind wir ohne vorgefertigten Beschlusstext ergebnisoffen in die Debatte gegangen, und ich habe jeder Fraktion ermöglicht, ihre Anliegen offen abstimmen zu lassen. Damit haben wir nun eine mehrheitliche Gesamtmeinung, wie das neue Strandbad werden soll, dem Planer mitgeben können.“, so der Bürgermeister

Nachhaltig, zukunftsorientiert, leistbar

Insgesamt wird aber der Trinkwasserverbrauch, Chloreinsatz und Energieverbrauch mit dem Beckenneubau deutlich verringert. Dies war auch ein wesentlicher Teil der Diskussion und Entscheidungsgrundlage für viele Mandatar:innen, nicht die desolaten Altbecken mit unklarer Restlebensdauer zu sanieren sondern der Neukonzeption den Vorzug zu geben. Die alten Becken sind nicht mehr zulassungsfähig und eine Sanierung würde neben der ungewissen Lebensdauer die Vorteile der Energieeffizienz und des geringeren Wasser- und Chloreinsatzes verunmöglichen. Denn die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit des neuen Strandbades stand für die Mehrheit der Gemeindevertreter an vorderster Stelle. In Zeiten von Energiekrisen und sommerlicher Trinkwasserknappheit soll das neue Strandbad Energie aus der Sonne beziehen, sowohl zur Stromerzeugung als auch zur Erwärmung der Becken in der Übergangszeit. Im Winter wird das Strandbad sogar Strom exportieren und andere Harder Gemeindeeinrichtungen mit Sonnenstrom versorgen. Auch die Betriebskosten und Eintrittspreise sollen damit ihm Rahmen gehalten werden.

Seewasserbecken einzigartig am Bodensee

Zu dieser Ausrichtung und als einzigartige Attraktion am Bodensee ist ein im See schwimmendes Becken geplant, das mit 2 Metern Tiefe ein klassisches Schwimmer-Becken wird. Ergänzt mit Sprungtürmen am Holzsteg ins Binnenbecken wird die Verbindung Beckenschwimmen – Seeschwimmen geschaffen. Mit Seewasser gespeist fallen Chemikalien und Trinkwasserverbrauch weg.

Neuer Kinderbereich, alte Bäume, längere Sportmöglichkeiten

Der Kinderbereich wird neu gestaltet, lieb gewonnene Attraktionen wie ein Wasserpilz udgl. wird es wieder geben. Der bestehende Baumbestand bleibt erhalten, da und dort werden weitere Schattenspender projektiert. Angedacht ist die längere Öffnung des hinteren Strandbadbereiches, damit Beachvolleyball auch nach Saisonschluss im Herbst möglich wird. Alle Bauten, Umkleiden, Sanitäranlagen etc. werden neu gebaut.

Bevölkerung will rasche Umsetzung

Mit diesem bodenständigen, zukunftsfitten und nachhaltigen Konzept wurde von der Gemeindevertretung der erfahrene Strandbad-Planer Hagen Pohl beauftragt, der schon den Umbau des VAL BLU in Vorarlberg durchführte. Neben einem vorangegangenen 15 Monate dauernden Vorentwicklungsprozess in der Gemeinde und den politischen Gremien wurde vor allem eine breite Besucher:innenbeteiligung durchgeführt, um deren 800 Inputs in die Planung einfließen zu lassen. Staudinger: „Der allergrößte Wunsch der Bevölkerung ist es, dass nun endlich was umgesetzt wird, nachdem in vorangegangenen Perioden die Planungen immer wieder mit neuen Plänen und Verknüpfungen torpediert wurden. Die mehrheitlich betont konstruktive Stimmung in der Gemeindevertretung lässt darauf hoffen, dass wir miteinander in Hard nun einiges voran bringen.“

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Hard
  • Neues Harder Strandbad wird naturnah und zukunftsfit
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen