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Neues Enthauptungsvideo laut Weißem Haus authentisch

Reporter Steven Sotloff (31) soll aus Rache für die US-Luftangriffe im Irak vor laufender Kamera getötet worden sein
Reporter Steven Sotloff (31) soll aus Rache für die US-Luftangriffe im Irak vor laufender Kamera getötet worden sein ©EPA
Das Weiße Haus hat am Mittwoch die Echtheit eines Videos der Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) betätigt, auf dem die Hinrichtung des US-Journalisten Steven Sotloff zu sehen ist. Das Video war am Dienstag im Internet aufgetaucht.
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Eine Analyse durch Geheimdienstexperten habe gezeigt, dass das Video authentisch sei, sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Caitlin Hayden.

Sotloff war im vergangenen Jahr im Norden Syriens verschleppt worden. Vergangenen Monat hatten die IS-Kämpfer bereits den US-Journalisten James Foley enthauptet und am 19. August ein Video von der Tat ins Internet gestellt. Anschließend hatten die Jihadisten auch mit der Ermordung von Sotloff gedroht, sollten die USA ihre Luftangriffe auf IS-Stellungen im Nordirak nicht einstellen. Diese Drohung machten sie nun war, der Titel des neuen Videos lautete: “Zweite Botschaft an die Amerikaner.”

“Wir sind angewiedert”

“Wenn es echt ist, dann sind wir angewidert von diesem brutalen Akt”, hatte US-Außenamtssprecherin Jen Psaki am Dienstag erklärt, als die Aufnahme noch überprüft wurde. “Unser Mitgefühl gilt Sotloffs Familie”. Der britische Premierminister David Cameron erklärte, die Aufnahmen würden eine “absolut ekelhafte, verachtenswerte Tat” zeigen. Er berief am Mittwoch eine Krisensitzung seines Sicherheitskabinetts ein, da auch ein Brite vom IS als Geisel festgehalten wird.

Die IS-Kämpfer halten mehrere Provinzen im Nordirak und in Syrien in ihrer Gewalt und riefen dort ein “Kalifat” aus. Die radikalen Sunniten gehen mit großer Brutalität gegen Andersgläubige vor. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf der Extremistengruppe am Dienstag vor, mit Kriegsverbrechen wie Massenhinrichtungen und Verschleppungen “ethnische Säuberungen” zu betreiben.

Waffenlieferung an Peshmerga

Die US-Luftwaffe unterstützt seit Anfang August die kurdischen Peshmerga-Milizen und die irakischen Regierungstruppen im Kampf gegen die Dschihadisten. Mehrere Länder greifen den Peshmerga mit Waffenlieferungen unter die Arme. Österreich befürwortet Waffenlieferungen, konzentriert sich aber auf humanitäre Hilfe.

Rache für Luftangriffe

Der vor einem Jahr in Syrien entführte Reporter Steven Sotloff (31) soll aus Rache für die US-Luftangriffe im Irak vor laufender Kamera getötet worden sein, berichtete das US-Forschungsinstitut SITE am Dienstagabend. Das Institut veröffentlichte eine Mitschrift des Videos. Demnach richtete der Täter mit gezücktem Messer eine Warnung direkt an Obama, die Militärangriffe im Irak gegen den IS zu unterlassen: “Ich bin zurück, Obama. Und ich bin zurück wegen Deiner arroganten Außenpolitik gegenüber dem Islamischen Staat”, sagt er demnach. Der vermummte IS-Kämpfer warnt sämtliche Regierungen, sich nicht auf eine “böse Allianz” mit Amerika einzulassen.

Erst vor knapp zwei Wochen hatten die Extremisten, die weite Landstriche in Syrien und im Irak beherrschen, den US-Journalisten James Foley enthauptet. Nach Angaben von SITE ist derselbe schwarz vermummte IS-Kämpfer auf dem Video zu sehen, der auch bei Foleys Tod dabei war. Zugleich drohten die Milizen mit dem Tod einer britischen Geisel, die ebenfalls gezeigt wurde.

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