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Neuer Hirte für Rankweils Schäfchen

Eine Schaukel zum Einstand -  Juen soll die Pfarre "schaukeln"
Eine Schaukel zum Einstand - Juen soll die Pfarre "schaukeln" ©Christof Egle
Walter Juen (55) wurde offiziell als Pfarrer von Rankweil eingeführt
Walter Juen neuer Pfarrer von Rankweil

Rankweil. Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall brachte es bei ihren Worten auf den Punkt. Von „neu“ in Zusammenhang mit der Pfarre Rankweil kann bei Walter Juen definitiv nicht die Rede sein, bereits seit 1995 ist Juen – zuerst als Kaplan – seit 23 Jahren als Wallfahrtsseelsorger in Rankweil tätig. Seit 1.September 2019 ist der gebürtige Schrunser – nach der Pensionierung seines Vorgängers Wilfried Blum – nun offiziell Pfarrer der Pfarren Mariä Heimsuchung und St.Peter von Rankweil. Insgesamt rund 5000 Gläubige fallen in der Marktgemeinde unter die Verantwortung von Juen. Neben seiner Tätigkeit in Rankweil ist der 1993 zum Priester geweihte Juen noch zusammen mit Noby Acharuparambil verantwortlich für die Pfarren Meiningen und Brederis (in solidum wie der exakte kirchenrechtliche Titel lautet), sowie als Offizial Leiter des Diözesangerichts in Feldkirch. Juen wird aufgrund dieser vielfältigen Aufgaben künftig vom neuen Kaplan Paul Niculaesi in seiner Arbeit unterstützt werden.

Am vergangenen Sonntag folgte nun die feierliche Amtseinführung in der Rankweiler Basilika, die vom zuständigen Dekan Rainer Büchel zelebriert wurde. In Form einer kleinen Wallfahrt zog man von der Josefskirche zur Peterskirche und schließlich auf den Liebfrauenberg zum Gottesdienst. Begleitet wurden Büchel, Juen und Niculaesi von den Ministranten sowie einer stattlichen Anzahl von Kirchgängern.

Dekan Büchel bezeichnete die Basilika als einen Ort des Dialogs und des Auftrags, was nun auch der Aufgabe von Juen entspreche. Auch er habe den Auftrag erhalten den Dialog mit den Menschen zu suchen und einen nicht einfachen Spagat zwischen dem kirchlichen und dem alltäglichen Leben zu ermöglichen. Da Büchel aber von der Fähigkeit von Juen überzeugt ist, diese Aufgabe zu „schaukeln“, überreichte er symbolisch eine Schaukel an den 55-jährigen. Rund um den Altar versammelten sich dann schließlich Vertreter der verschiedenen Arbeitskreise der Pfarre – hauptberufliche und ehrenamtliche – und bekräftigten nicht nur mittels Fürbitten ihre Segenswünsche, sondern auch mit einem symbolischen Gelübde auf das Evangelium ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit ihrem neuen Hirten.

Walter Juen selbst bedankte sich in seinen Worten für die bisherige und die künftige Arbeit mit allen in der Pfarre im Sinne der Kirche und des Miteinander. Im Anschluss an den Gottesdienst, der vom Basilikachor musikalisch begleitet wurde, verweilten die Messbesucher noch zu einer Agape auf dem Vorplatz der Basilika. Neben einem Glas Wein, reichte man passend zum Herbst eine heiße Kürbiscremesuppe. CEG

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