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Neuer Glanz für altes Gotteshaus

Bis Mitte Oktober ist die Pfarrkirche Nenzing eine Baustelle.
Bis Mitte Oktober ist die Pfarrkirche Nenzing eine Baustelle. ©Elke Kager Meyer
Die Pfarrkirche Nenzing wird derzeit einer groß angelegten Innenrenovierung unterzogen
Pfarrkirche Nenzing

Es gäbe wohl einfachere Ehrenämter als jenes, das einige engagierte Nenzinger Pfarrmitglieder in den vergangenen Wochen auf sich nahmen: Bei brütender Hitze entfernten sie im Dachboden der Pfarrkirche Nenzing altes Isoliermaterial. Die Pfarrkirche zum heiligen Mauritius wird derzeit einer groß angelegten Innenrenovierung unterzogen. Die letzte Innenrenovierung liegt zwischenzeitlich 35 Jahre zurück. „Die Renovierungsbedürftigkeit zeigte sich am deutlichsten im Zustand des unansehnlichen Innenputzes, dessen Zustand vor allem auf das schlechte Raumklima zurückzuführen war“, erläutert Reinhard Jochum, der für die Pfarre Nenzing die Baumaßnahmen koordiniert. „Die Flecken im Verputz waren am augenscheinlichsten, bei genauerer Begutachtung war auch klar, dass etwa die kostbaren Seitenaltäre zwischenzeitlich auch Schaden genommen haben. Diese können teilweise nicht mehr restauriert, sondern müssen rekonstruiert werden.“ Zudem hatte die damals installierte Flachbett-Fußbodenheizung zwischenzeitlich einen erheblichen Teil ihrer Leistung eingebüßt. Sämtliche Planungen erfolgten in Zusammenarbeit mit der Diözese Feldkirch sowie dem Bundesdenkmalamt.

Genaue Messungen

Mittels genauer Messungen wurden über zwei Jahre hinweg die Temperaturen sowie die Luftfeuchtigkeit im Kirchenraum erhoben, um für die Zukunft ein besseres Raumklima zu schaffen. Seit Frühjahr werden nun die baulichen Maßnahmen umgesetzt – so wird künftig die Bankheizung elektronisch geregelt und als Leit-Heizsystem eingesetzt. Die bestehende Fußbodenheizung kann künftig als Zusatzheizung genutzt werden. Ein spezieller, diffusionsoffener Kalkputz sorgt für die Regulierung der Feuchtigkeit im Kirchenschiff. Im besten Licht erscheint die Pfarrkirche in Bälde auch durch eine neue LED-Beleuchtung. Investiert wird schließlich auch in zusätzliche Sicherungsmaßnahmen im Dachstuhlbereich. Die erste Baukostenschätzung in Höhe von 306.000 musste zwischenzeitlich schon mehrmals nach oben geschraubt werden, Reinhard Jochum rechnet mit Kosten in Höhe von 470.000 Euro. „Die Gemeinde sowie die Diözese unterstützen uns hier großzügig, auch das Bundesdenkmalamt sowie das Land Vorarlberg leisten einen Beitrag, erläutert Jochum. Ziel sei es, rund 80.000 Euro an Spenden zu erwirtschaften. „Wir werden von der Bevölkerung vielfältig unterstützt, etwa durch Benefizkonzerte und ein Kochbuch, auch Führungen durch die Unterkirche sind geplant.“ Abgeschlossen werden die baulichen Maßnahmen voraussichtlich Mitte Oktober dieses Jahres.

 

Spendenkonto: Raiffeisenbank im Walgau, IBAN: AT04 3745 8000 0105 6696

 

Geschichte der Pfarrkirche Nenzing

Erstmals wird historisch in Nenzing im Jahr 842 mit der „Nanzingas ecclesia“ eine Kirche genannt. Untersuchungen im Rahmen einer früheren Kirchenrenovierung zeigten jedoch, dass bereits im fünften oder sechsten Jahrhundert im Ortskern ein Gotteshaus stand. Die heutige Pfarrkirche hat einen Turmunterbau, der um 1300 entstanden ist, der Chor wurde vermutlich um 1450 gebaut, das Langhaus wurde nach einem Brand im Jahr 1633 erweitert und 1852 nochmals verlängert. Die letzte große Kirchenrenovierung erfolgte in den Jahren 1982/1983. Damals sorgten die Grabungsarbeiten in der Unterkirche für eine kleine Sensation, damals wurde eine karolingische – so bezeichnet man den kulturellen Aufschwung im Frühmittelalter zur Zeit der frühen Karolinger – Kirchenanlage entdeckt. Den Hochaltar mit einem neugotischen Aufbau schuf Fidelis Rudhart im Jahr 1907. Die Nenzinger Kirchenpatrone sind übrigens der heilige Mauritius sowie die heilige Agatha.

 

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