Neuer Ferrari vorgestellt

Anders als in den vergangenen Jahren hat Ferrari bei der ersten Vorstellung im Jahr eins nach Michael Schumacher auf Pomp und Protz verzichtet. Die Presse durfte für fünf Minuten in die geheime Rennschmiede in Maranello.

Trotz der neuen Bescheidenheit bleiben die Ansprüche hoch, Felipe Massa und Kimi Räikkönen sollen um den WM-Titel fahren. “Natürlich ist unser Auftrag, die Weltmeisterschaft zu holen”, meinte Generaldirektor Jean Todt. In den vergangenen beiden Jahren blieb Ferrari ohne Titel. Massa wird am Montag auf der Hausstrecke in Fiorano sein neues Dienstauto testen, die Saison beginnt am 18. März mit dem Grand Prix von Australien. “Das ist immer wie ein neues Baby”, beschrieb Massa seine Gefühle beim Anblick des F2007.

Die “rote Göttin” des Jahrgangs 2007 unterscheidet sich erheblich vom Vorgängermodell. Wegen der Sicherheitsauflagen des Internationalen Automobil-Verbandes FIA wiegt der neue Wagen fast zehn Kilogramm mehr, auch das Chassis wurde stark verändert. Die Vorderradaufhängung wurde neu konzipiert, das Kühlsystem überarbeitet, wodurch die Seitenkästen anders geformt sind. Das Heck wirkt schmaler. Das Getriebe wurde mit einem Schnellschaltsystem ausgestattet, zudem wurde der Radstand verlängert.

Die neue Bescheidenheit bei der Präsentation symbolisiert auch die neue Zeitrechnung, die nach dem Abtritt der Erfolgstroika Schumacher-Todt-Brawn bei den Italienern begonnen hat. Nach Schumachers Rücktritt und Todts Aufstieg zum Generaldirektor hatte sich der bisherige Technische Direktor und Chefstratege Ross Brawn in einen einjährigen Urlaub abgemeldet. Todt bleibt der starke Mann im Hintergrund. Sein Stellvertreter wird Teammanager Stefano Domenicali, der neue Technik-Direktor Mario Almondo ersetzt Brawn. Auch Michael Schumacher war in Maranello anwesend, sein genaues Arbeitsgebiet wurde noch nicht spezifiziert.

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