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Neuer Abozyklus des Symphonieorchesters: Auf die Stille folgt ein Furioso

Furioso nach der Corona-Stille: Präsident Manfred Schnetzer (links) und Geschäftsführer Sebastian Hazod präsentierten für die Saison 2020/21 des Symphonieorchester Vorarlberg ein Aboprogramm voller Höhepunkte.
Furioso nach der Corona-Stille: Präsident Manfred Schnetzer (links) und Geschäftsführer Sebastian Hazod präsentierten für die Saison 2020/21 des Symphonieorchester Vorarlberg ein Aboprogramm voller Höhepunkte. ©Copyright: Symphonieorchester Vorarlberg/Stephan Militz
Erste Saison des Symphonieorchester Vorarlberg von Chefdirigent Leo McFall / Abschluss von Petrenkos Mahler-Zyklus

Sechs Abokonzerte und ein Nachtrag, ein neuer Chefdirigent und zwei prominente Rückkehrer: Nach monatelanger Pause kehrt das Symphonieorchester Vorarlberg mit einem furiosen Programm auf die große Bühne zurück. Der neue Chefdirigent Leo McFall leitet drei der sechs Abokonzerte, darunter eine konzertante Aufführung der Oper „Herzog Blaubarts Burg“. Stardirigent Kirill Petrenko beendet im Oktober den großen Mahler-Zyklus. Auch Ehrendirigent Gérard Korsten steht wieder am Pult des Symphonieorchester Vorarlberg.

„Ein magischer Konzertabend mit einem Orchester in Höchstform“, schwärmte eine Kritikerin über das erste Abokonzert des Symphonieorchester Vorarlberg in diesem Jahr. Doch wenige Wochen später endete die Saison abrupt: Das fünfte Abokonzert musste abgesagt werden, das sechste immerhin konnte auf das kommende Jahr verschoben werden.

Nach Monaten der Pause folgt nun die Rückkehr auf die Bühne: Im August gastiert das Orchester bei den Festtagen im Festspielhaus. Im September beginnt das erste Aboprogramm, das der neue Chefdirigent Leo McFall gemeinsam mit Geschäftsführer Sebastian Hazod programmiert hat. Die ersten beiden Konzerte werden dabei jeweils zweimal vor halbem Publikum in Bregenz und Feldkirch gespielt. Damit ist im Publikum der Sicherheitsabstand gewährleistet.

Großzügiges Publikum – hohe Auslastung
„Wir verdanken es der Treue und Großzügigkeit unseres Publikums, dass das überhaupt möglich ist“, betonte Präsident Manfred Schnetzer bei der Programm-Pressekonferenz. Nur ein kleiner Teil der Abonnenten ließ sich nach der Absage den Kartenpreis zurückerstatten. Schnetzer: „Das hat uns einerseits ermöglicht, den Musikerinnen und Musikern wenigstens ein Abschlaghonorar zu bezahlen. Und andererseits hat es uns ein Polster verschafft, um den Mehraufwand für die doppelten Aufführungen im Herbst zu stemmen.“

Zum Polster ebenfalls beigetragen haben die Publikumserfolge der vergangenen Jahre. 27.500 Besucherinnen und Besucher sahen 2019 die 13 Produktionen. Die Zahl der Abonnenten stieg erstmals in der Geschichte des Orchesters auf über 2000, auch die Zahl der verkauften Einzelkarten erhöhte sich erneut. So stieg auch die Auslastung der Abokonzerte von 94,5 auf unglaubliche 95,3 Prozent. „Neben den vielen persönlichen Rückmeldungen zeigen auch diese Zahlen, wie sehr das Publikum die Arbeit der Musiker schätzt“, freut sich Präsident Manfred Schnetzer.

Kritisch sieht er den enormen wirtschaftlichen Druck auf das Orchester. Der Anteil der Eigenfinanzierung liegt bei fast 63 Prozent. Mehr als eine Million Euro pro Jahr erwirtschaftet das Orchester selbst. Die Subventionen von Bund und Land liegen im Vergleich bei nur 594.000 Euro.

Große Literatur und neue Entdeckungen
Für den kommenden Abozyklus haben der neue Chefdirigent Leo McFall und Geschäftsführer Sebastian Hazod große Werke der Orchesterliteratur mit wenig gespielten Neuentdeckungen kombiniert. Dieses Zusammenspiel ergebe eine „besondere, spannende Dramaturgie über die gesamte Saison“, ist Hazod überzeugt. Bei McFalls erstem Konzert als Chefdirigent im November beispielsweise folgt auf Mozarts bekanntes Klavierkonzert Nr. 24 ein Werk von Thomas Adès aus dem Jahr 2004.

McFall zeigte sich in einem Statement „extrem glücklich, dass es uns gelungen ist, ein so reiches und inspirierendes Programm zusammenzustellen“. Er konnte wegen der aktuellen Reisebeschränkungen in Großbritannien nicht selbst bei der Pressekonferenz in Bregenz anwesend sein.

Petrenko vollendet seinen Mahler-Zyklus
Bereits im Oktober wird Stardirigent Kirill Petrenko seinen Mahler-Zyklus abschließen, den er vor zwölf Jahren in Bregenz begonnen hatte. „Der Höhepunkt von Petrenkos phänomenalem Mahler-Zyklus mit der 9. Symphonie, die das Orchester zum ersten Mal spielt, wird ein Highlight für viele Jahre“, sagt Leo McFall. Für Geschäftsführer Sebastian Hazod ist es „ein besonderes Zeichen, dass wir uns diese Aufführung gerade nach dem Stillstand dieses Jahres zutrauen“.

McFall selbst wird in dieser Saison dreimal selbst am Pult stehen. Im Jänner dirigiert er einen weiteren Höhepunkt, die konzertante Aufführung von Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“. In Feldkirch und Bregenz werden dabei zwei Weltklassesänger zu hören sein: Bariton Gábor Bretz sang die Rolle zuletzt unter anderem bei den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle. Mezzosopranistin Paula Murrihy ist regelmäßig Gast an den wichtigsten Opernhäusern der Welt.

Auch Ehrendirigent Gérard Korsten kehrt in dieser Saison nach Vorarlberg zurück. Er wird im April Werke von Beethoven, Britten und Mozart dirigieren. Solisten sind Pieter Schoeman (Violine) und Xandi van Dijk (Viola).

Zweimal Bruckner
Ein spannendes Zusammentreffen ergibt sich zum Ende der Saison. Beim letzten Abokonzert am 8. und 9. Mai 2021 dirigiert Leo McFall Anton Bruckners 6. Symphonie. Eine Woche später wird das Abschlusskonzert aus der diesjährigen Abosaison nachgeholt, das in diesem Frühjahr hätte stattfinden sollen. Auch hier steht Bruckner auf dem Programm. Nicholas Milton dirigiert die 3. Symphonie des großen Oberösterreichers.

„Das zufällige Aufeinandertreffen dieser beiden Programme ergibt eine ganz eigene Spannung“, ist Geschäftsführer Sebastian Hazod überzeugt. Gemeinsam mit Dirigent Leo McFall will er dem Vorarlberger Publikum jedes Jahr eines der großen Werke von Bruckner anbieten. „Die 6. Symphonie liegt mir sehr am Herzen. Das ist eine wunderbare Art, unsere Bestandsaufnahme von Bruckners Werk zu beginnen.“

Große Auftritte abseits des Abonnements

Zwei wichtige Auftritte stehen für das Symphonieorchester Vorarlberg in diesem Jahr auch abseits des Abonnements auf dem Programm: Im August spielt das Orchester unter Dirigent Enrique Mazzola bei den Festtagen im Festspielhaus. Mazzola hätte in diesem Jahr Rigoletto auf der Seebühne dirigiert, auch Solistin Mèlissa Petit war für das Spiel auf dem See vorgesehen.

Zum Neujahrskonzert am 1. Jänner 2021 spielt das Symphonieorchester Vorarlberg erstmals im Großen Festspielhaus in Salzburg. Die ehrenvolle Einladung hat die Salzburger Kulturvereinigung ausgesprochen. Am Pult stehen wird dort Chefdirigent Leo McFall, Solist ist der aus Bregenz stammende Cellist Kian Soltani. Das Programm mit Werken von Rossini, Haydn und Beethoven wird einen Tag zuvor auch im Montforthaus Feldkirch zu hören sein.

Info: www.sov.at

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