AA

Neue Kurzparkzone an der Kaiser-Franz-Josef-Straße

Sylvia Golderer, Dietmar Haller. Geschäftsleute, Kunden und Anrainer sind zufrieden.
Sylvia Golderer, Dietmar Haller. Geschäftsleute, Kunden und Anrainer sind zufrieden. ©Edith Rhomberg
Tadel für die lange Dauer und Lob für die nunmehrige Realisierung erntet die Gemeinde von den Geschäftsleuten.
Kurzparkzone

Lustenau. Wenn Dietmar Haller am Freitagnachmittag sagt „Das ist Lustenau“, dann meint er die vielen Autos, die mehr stehend als fahrend als Blechschlange entlang der Kaiser-Franz-Josef-Straße zu sehen sind. „12.500 PKW sind es täglich und 40 Prozent davon ist Durchzugsverkehr“, weiß der Mobilitätsgemeinderat.

Der Grund des Termins an jenem Tag, zu dem er wie immer mit dem Fahrrad kommt, ist ein anderer. Er macht sich ein Bild von der neu eingerichteten Kurzparkzone entlang der rechten Fahrbahn in Richtung Zentrum, zwischen Lidl und Schlosserei Ritter.

Schon seit Jahren reklamierten betroffene Geschäftsinhaber, dass Dauerparker schuld daran waren, wenn ihre Kunden keinen Parkplatz fanden. „Angefangen hat es mit dem Bau des Wohngebäudes gegenüber“, ärgert sich Sylvia Golderer noch im Nachhinein. „Und weiter ging es mit dem Umbau bei Lidl“, ergänzt sie. Die Handwerker parkten den ganzen Tag entlang der Straße und blockierten sämtliche Plätze. „Und wenn dann ein LKW zur Schlosserei Ritter wollte und auf der Straße stehenbleiben musste, war das Chaos perfekt“, beschreibt sie die früher oftmals unmögliche und auch gefährliche Situation.

„Der Zustand für uns und vor allem für unsere Kunden war über einen sehr langen Zeitraum geradezu unhaltbar, betont Sylvia Golderer, Inhaberin von Müllis Blumenshop. Sie führt den Betrieb, den ihr Vater August Müller 1995 gründete, seit dem Jahr 2004. „Und seit etwa drei Jahren warten wir auf die Einrichtung der Kurzparkzone. Man braucht ein dickes Fell“, sagt die Geschäftsfrau und lacht, „mittlerweile habe ich das mitbekommen“. Dietmar Haller gibt ihr Recht, dass die Mühlen der Politik zuweilen langsam mahlen.

Peter Netzer von Pekan Gold vis-à-vis stimmt ihr voll und ganz zu. „Dass wir jetzt eine blaue Zone haben, ist enorm wichtig“, so Netzer. Einen Kunden, der wegen fehlender Parkplätze sein Auto gesetzeswidrig abstellt und Strafe zahlt, sieht man nie mehr wieder. Hildegard Peintner, gerade Besucherin im Laden dazu: „Ich erledige viele Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Wenn ich Sachen transportieren muss, bin ich jedoch auf einen Parkplatz fürs Auto angewiesen.“ Und dann geht sie dort hin, wo sie auch legal parken kann. Wenn die Gemeinde will, dass sich Geschäfte ansiedeln und halten können, muss sie dafür auch etwas tun“, äußert Sylvia Golderer klar ihren Standpunkt.

Mit der Verordnung der Kurzparkzone von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr sowie am Samstag von 8 bis 12 Uhr für etwa acht Plätze ist die Geschäftsfrau, wie die Firmen der Umgebung, jetzt sehr zufrieden. Auch die Hausbesitzer und hier wohnenden Anrainer profitieren von der so geregelten Parkplatzsituation. „Die Parkdauer in diesem Zeitraum beträgt 60 Minuten und ist durch die Anbringung einer Parkscheibe zu dokumentieren“, erläutert Gemeinderat Dietmar Haller. Gleichzeitig verweist er auf den umweltfreundlichen Einkauf mit dem Fahrrad in Lustenau.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Lustenau
  • Neue Kurzparkzone an der Kaiser-Franz-Josef-Straße
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen