Neue Kollektion aus kultigen Dirndlstoffen

Birgit Fleisch (Mitte), Medina (l) und Lloyd freuen sich über die Kooperation mit dem Stadtmuseum.
Birgit Fleisch (Mitte), Medina (l) und Lloyd freuen sich über die Kooperation mit dem Stadtmuseum. ©OJAD
Zwischen der Offenen Jugendarbeit und dem Stadtmuseum gibt es eine textile Kooperation.
OJAD Design Werkstatt Job Ahoi

Dornbirn. Ganz normal ist es, wenn sich in der Designwerkstatt der Offenen Jugendarbeit Dornbirn (OJAD) bunte Stoffe übereinander türmen. Hier werden sie von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die bei Job Ahoi angeheuert haben, dem Upcycling zugeführt. Nach dem Motto „aus Alt mach Neu“ werden Taschen und verschiedene Accessoires entworfen, zugeschnitten, genäht und kreativ aufgepeppt.

Neu ist, dass es diesmal Dirndlstoffe Made in Dornbirn sind, die ursprünglich aus der ehemaligen Textilfabrik Franz M. Rhomberg stammen. Zahlreiche Dirndl mit dem Originalmuster gelangten zu Birgit Fleisch, der Arbeitsanleiterin in einem der Beschäftigungsprojekte der OJAD. „Solche Kleider habe ich bekommen“, zeigt sie hoch erfreut ihre tollen Funde aus dem Sortierwerk der Caritas. „Zunächst einmal ist die Waschmaschine eine Woche lang quasi ununterbrochen gelaufen“, erklärt sie die Ständer voller Kleidungsstücke in der Werkstatt. Ihr eigener positiver Bezug zum Dirndl ist immer noch präsent, für wen ihr Herz aber am meisten schlägt, wird im Laufe des Gesprächs deutlich.

Vorbereitung auf die Arbeitswelt

Es sind Medina, Lloyd, Alia, Sarah, Khiara, Fatima oder Julia – junge Menschen, die in der OJAD-Werkstatt von Birgit Fleisch eine praxisnahe Vorbereitung auf die Arbeitswelt bekommen. Rückmeldungen wie diese bestätigen den Erfolg. „Besonders gefällt mir in der Designwerkstatt, dass jeder Tag anders ist und ich immer neue Aufgaben zu erledigen habe. Gerade die Kooperation mit Museen oder auch dem Festspielhaus Bregenz, sowie Auftragsarbeiten für Ausstellungen finde ich besonders spannend. So kann ich jeden Tag Neues ausprobieren und viel mehr als nur nähen lernen“, sagt die 19-jährige Medina.

Auch Lloyd, 21, spricht über seine Erfahrung. „Durch einen Flyer bin ich auf die Offene Jugendarbeit Dornbirn gestoßen. Verlockend war, dass ich hier nicht nur viel lernen kann, sondern mit dem Schneidern und Nähen gleich etwas Geld verdiene. Hier wird mir Verantwortung übertragen, wodurch ich Einblick in den gesamten Ablauf bekomme und auch komplexere Arbeiten gut bewältige.“

Meistens laufen die Nähmaschinen auf Hochtouren. Trotzdem erwähnt die Leiterin gelassen: „Ich habe die Zeit, mit den Jugendlichen zu reden“. Und das, obwohl Jugendliche selbst manchmal viel Zeit brauchen, um sich auch nur ein klein wenig zu öffnen. Da helfen dann eben revolutionäre Geduld und hartnäckige Zuversicht – also jene Tugenden, die Martin Hagen, GF der OJAD und sein Team hoch halten. Alle freuen sich nun darauf, dass ihre Taschen und loopartigen Schals mit originalem Rhomberg-Muster in Kürze im Shop des Stadtmuseums erhältlich sein werden.

Hinweis: Die neue Ausstellung „Ware Dirndl“ im Stadtmuseum Dornbirn wird ab 2. Oktober ab 18 Uhr anlässlich der ORF-Langen Nacht der Museen zu sehen sein.

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