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Neue Debatte um Harder Stadion

Hard - Wie die "VN" exklusiv berichteten, will der FC Hard der Gemeinde die vereinseigenen Bauten im Waldstadion verkaufen – unter anderem Klubheim, Tribüne und Kiosk.

Als diese Pläne im Mai publik wurden, regte sich Widerstand bei den Harder Grünen – Widerstand, der sich bis heute nicht gelegt hat. Dabei wird das in der Gemeindevertretung mit satter Mehrheit beschlossene Geschäft in Bälde abgeschlossen sein: Der von der Gemeinde vorgelegte Kaufvertrag muss am 29. Oktober nur noch von der Jahreshauptversammlung des FC Hard bestätigt werden. Künftig wird der Regionalligist Mieter des Stadions sein – für runde 7000 Euro pro Jahr.

„Fragen unbeantwortet“

Die Grünen ärgert dies. „Seit fünf Monaten bleiben wesentliche Fragen unbeantwortet“, kritisierte gestern Fraktionsobfrau Lea Slana, „die Gemeinde soll für die Anlage, die sie bereits mit einem Drittel gefördert hat, 550.000 Euro bezahlen.“ Dieser Kaufpreis sei überteuert, sagt Slana – und bekommt Unterstützung vom grünen Gemeindevertreter Christian Steuer. Denn Steurer zufolge verweigere Bürgermeister Hugo Rogginer „seit der Gemeindevertretung Informationen über die Grundlagen des Geschäfts und des Geschäftspartners.“

So habe die Gemeindevertretung beispielsweise keine Auskunft über die Ursachen für den Schuldenstand des FC Hard bekommen, weiterhin nicht geklärt sei auch die Frage, „inwieweit der Kauf der Sportanlage mit weiteren finanziellen Verpflichtungen für Erhaltung, Instandhaltung oder Sanierung verbunden sind“. Fazit der Grünen: „Das Ganze erinnert fatal an die Affäre um das Klubheim von SW Bregenz.“

Verantwortliche kontern

Bürgermeister Hugo Rogginer und Vereinsobmann Reinhard Fetz kontern. „Wenn man etwas nicht wahrhaben will, werden die Sachen halt auch nicht gehört“, sagt Rogginer – und verweist unter anderem auf besagte breite Mehrheit in der Gemeindevertretung, auf ein von der Gemeinde eingeholtes Gutachten und auf das Ergebnis eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers aus Hard. Letzterer habe den Verein unter die gestrenge Lupe genommen, „und festgestellt, dass dort alles voll im Schuss“ sei. Und im Gutachten – bereits das zweite – sei der Wert der gesamten Anlage gar auf 720.000 Euro geschätzt worden.

Auch die Sache mit den nicht beantworteten Fragen lässt Rogginer nicht gelten: „Die hatten die Gutachten, hätten jederzeit nachschauen und auch nachfragen können. Wir haben nichts zu verbergen.“ Obmann Fetz legt nach: „Wenn die Grünen offene Fragen haben, dann wundert es mich, warum sie nicht einfach jemandem vom FC Hard kontaktiert haben.“ Der Verein habe für die kommenden Jahre ein realistisches Budget vorgelegt und darin berücksichtigt, dass der Verein ab Jänner 2009 vorerst noch ohne Hauptsponsor sein werde. Laut Fetz bleibt der FC für die Erhaltung des Stadions weiter verantwortlich: „Würden wir das nicht machen, würde sich die Miete erhöhen.“ Fetz‘ Schlusswort: „Der Preis ist gerechtfertigt. Es ist eine faire Sache.“

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