Verschärfung bei Masken und Events

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Bei der Präsentation der zweiten Ampelschaltung hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag verschärfte Maßnahmen mit "Gültigkeit Montag, 0.00 Uhr" angekündigt.
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Es wird Einschränkungen bei Veranstaltungen geben: Indoor 50 Personen, im Freien 100 Personen, bei Großveranstaltungen mit professionellem Konzept und mit zugewiesenen Sitzplätzen sind es 1.500 bzw. 3.000 Plätze.

Die neuen Corona-Maßnahmen werden per Erlass geregelt und sehen vor, dass als Präventionsmaßnahme der Mund-Nasen-Schutz zusätzlich zu den bereits in der Lockerungsverordnung vorgeschrieben Bereichen ab 14. September in ganz Österreich in allen Kundenbereichen in geschlossenen Räumen im Handel, Dienstleistungsbereich und Parteienverkehr vorgeschrieben ist. In der Gastronomie gilt die Maskenpflicht für das Personal im Service, Konsumation ist in geschlossenen Räumen nur noch am Sitzplatz möglich, der Barbereich bleibt also tabu.

Maskenpflicht an Schulen

In Schulen gilt Maskenpflicht außerhalb der Klasse, wie seit dem Schulstart in Wien dort bereits vorgesehen. Sport muss damit vorwiegend im Freien oder in der Halle nur in kleinen Gruppen bei guter Belüftung und ohne Kontaktsportarten stattfinden. Gesungen werden darf nur mehr im Freien oder mit Mund-Nasen-Schutz.

Sieben gelbe Bezirke

Mit der zweiten Schaltung der Corona-Ampel wurden am Freitag bereits sieben Regionen in Österreich "auf gelb" gestellt. Betroffen von "gelb" - das bedeutet mittleres Risiko - sind Wien, Graz, Innsbruck, der NÖ Bezirk Korneuburg, Wiener Neustadt sowie die Bezirke Kufstein und Schwaz in Tirol.

Weitere Verschärfungen könnten folgen

Kurz rief die Österreicher auf, wieder vorsichtiger zu werden und verwies auf die Situation in Israel, die es auf jeden Fall zu verhindern gelte. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) wies noch einmal auf die Wichtigkeit der Geschwindigkeit bei Tests hin: "Je schneller die Gesundheitsbehörden reagieren können, umso besser kann die Pandemie kontrolliert werden." Noch Aufholbedarf beim Contact-Tracing ortete Vizekanzler Werner Kogler (Grüne).

Der Bundeskanzler warnte, dass weitere Verschärfungen noch folgen könnten, das sei noch nicht das "Ende der Fahnenstange", was heute, Freitag angekündigt wurde.

Auf längere Sicht in Kraft

ÖVP) geht davon aus, dass die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die mit kommendem Montag in Kraft treten, auf längere Sicht Gültigkeit haben werden. Er nehme an, dass sie die Bevölkerung während des gesamten Winters "und womöglich darüber hinaus" begleiten werden, meinte Kurz am Ende der Pressekonferenz der Bundesregierung.

"Wir befinden uns mitten in einer Pandemie", hielt Kurz fest. Auf die Frage, inwieweit das vorgesehene wöchentliche Umschalten der Corona-Ampel angesichts der nunmehr beschlossenen bundesweit einheitlichen strengen Regelungen die Bevölkerung verwirren könne, betonte der Kanzler, es gehe um "ein Maximum an Klarheit, keine Verwirrung". Daher habe man bezirks- und länderübergreifend auf die steigenden Infektionszahlen mit SARS-CoV-2 reagiert. Die getroffenen Regeln - verpflichtendes Maskentragen im Handel und in der Gastronomie sowie an den Schulen außerhalb der Klassenräume, deutliche Einschränkungen bei Veranstaltungen und Versammlungen - "gelten so lange, bis die Bundesregierung die Notwendigkeit sieht, dass sie verschärft oder wieder zurückgenommen werden". Er rechne "in den nächsten Wochen" nicht damit, dass es zu einer Entspannung kommt, bekräftigte Kurz.

580 Neuinfektionen

580 bestätigte Corona-Neuinfektionen sind in den vergangenen 24 Stunden österreichweit gemeldet worden (Stand 9.30 Uhr). Seit Beginn der Epidemie gab es damit 31.827 positive Testergebnisse, berichteten Gesundheits- und Innenministerium. 265 der neuen Fälle gehen auf Wien zurück, das bei der Corona-Ampelschaltung am Freitag seinen "Gelb"-Status beibehielt.

93 zusätzliche Infektionen registrierte Tirol. Dort steht die Ampel nunmehr neben der Landeshauptstadt Innsbruck und dem Bezirk Kufstein wie auch im Bezirk Schwarz auf "gelb". In Niederösterreich - 62 neue positive Tests seit Donnerstag - wurden Wiener Neustadt und der Bezirk Korneuburg auf "mittleres Risiko" gestellt.

In Oberösterreich wurden 55 neue Fälle registriert, mit Freitag gilt das ganze Bundesland aber wieder als "grün", nachdem bei der ersten Ampelschaltung vor einer Woche Linz noch "gelb" eingefärbt worden war. In der Steiermark - 44 Fälle binnen 24 Stunden - behielt Graz indes seinen "gelben" Status bei.

750 Menschen in Österreich sind bisher an den Folgen des Coronavirus gestorben und 26.257 wieder genesen. 204 Covid-19-Kranke befanden sich in Spitalsbehandlung, davon 41 auf Intensivstationen, so die zuständigen Ministerien.

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(APA)

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